Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven

„Sie sind Herz und Rückgrat unserer Einrichtung“: Empfang für langjährige Mitarbeiterinnen in der Ev. Familien-Bildungsstätte

Bild: Inge Echterhagen435 Jahre als Dozentin kamen zusammen, als die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven am Freitag zum Jubiläumsempfang alle diejenigen zusammenrief, die seit 20 und mehr Jahren hier Kurse geben und noch immer aktiv sind. Im Schnitt sind die 14 Geehrten seit mehr als 31 Jahren für die „Elternschule“  und später für die Ev. Familien-Bildungsstätte tätig. Die „dienstälteste“ ist Pastorin Elke Klische, die als Frau der ersten Stunde seit Gründung der Elternschule  vor mehr als 48 Jahren aktiv ist und noch immer wöchentlich eine Gesprächsgruppe für Frauen leitet.

 „Ihr alle sorgt für Kontinuität, ihr seid das Rückgrat der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven“, bedankte sich Bildungsstättenleiter Rüdiger Schaarschmidt bei den Jubilaren. „Ihr sorgt für eine hohe Bindekraft unserer Einrichtung. In der Vielfalt Eurer Begabungen und Fähigkeiten macht Ihr die Familien-Bildungsstätte erst zu dem, was sie ist: eine lebendige Bildungseinrichtung von Menschen für Menschen, eine Einrichtung, die Erwachsene im Zusammenleben mit Kindern begleitet, stützt und unterstützt. Und die diesen Menschen auch dann zur Seite steht, wenn die Kinder längst aus dem Haus sind und oft weit weg wohnen.“

Zusammen mit Rüdiger Schaarschmidt hob Kreispfarrer Christian Scheuer die hohe Bedeutung der Mitarbeiterinnen für die Einrichtung des Kirchenkreises hervor: „Nicht zuletzt dadurch wurde und wird unsere Familien-Bildungsstätte für viele zu einer zweiten Familie. Das ist eine unserer großen Stärken: Dass wir mit unseren Angeboten lebensbegleitend sind, dass die Dozenten für ihre Teilnehmerinnen Stütze und Halt in Lebenskrisen sind und ein offenes Ohr haben, etwa wenn die ihnen anvertrauten Menschen über den Verlust eines nahen Angehörigen trauern.“  

Rüdiger Schaarschmidt erinnerte noch einmal daran, dass es gerade diese Dozentinnen waren, die der Einrichtung vor mehr als 20 Jahren über eine existenzbedrohliche Krise hinweggeholfen haben und angesichts von Umbrüchen und Veränderungen für den Bestand und die Weiterentwicklung der Ev. Familien-Bildungsstätte unverzichtbar waren und sind.

In der Familien-Bildungsstätte gibt es für Dozenten keine Altersgrenze. Jede kann solange tätig sein, wie ihr selbst die Arbeit Freude macht und die Teilnehmer sich anmelden. Aktuell ist die älteste Dozentin 83 Jahre alt. Sie bietet noch Woche für Woche drei Kurse an. „Und wir hoffen, dass dies noch ein paar Jahre so weiter geht. Die bislang älteste Dozentin hat bis zum Alter von 88 Jahren Kurse bei uns angeboten.“

In seinem kurzen Rückblick ließ Schaarschmidt die vergangenen fast 50 Jahre Revue passieren. Auch die Dozentinnen berichteten von mancherlei Begebenheiten und Kuriositäten während ihrer Tätigkeit. Schaarschmidt nutzte den Jubiläumsempfang auch für einen Ausblick: „In gut einem Jahr feiern wir das 50jährige Bestehen der Einrichtung. Dann sind hoffentlich auch alle wieder dabei.“

Geehrt wurden für langjährige Mitarbeit: Inge Echterhagen (20 Jahre), Elke Stalze-Straus, Irmgard Domschky (23), Utta Diettrich, Gaby Wendel-Rothe (27), Michaela Bogusch Brosig (28), Edelgard Janßen, Ute Salamon (31), Birgit Mell (33), Rosemarie Kemeter, Tori Krause, Erika Rebentisch, Ursula Wagner (36), Elke Klische (48). Nicht dabei sein konnten Elke Jesse (30) und Nicole Kern (22).

8. Juni 2018 „Kaum zu glauben“: Ev. Familien-Bildungsstätte präsentiert neues Programm - Mehr als 1.000 Angebote für alle Generationen

Wilhelmshaven/Friesland. Auf der Titelseite des neuen Programmheftes segelt ein Elefant an einer Traube Luftballons durch die Gegend. Wie kann das gehen? - „Kaum zu glauben“ ist das Motto der Ev. Familien-Bildungsstätte (EFB) für das kommende Programmjahr. Rechtzeitig vor den Sommerferien legt die Bildungsstätte jetzt den neuen Veranstaltungskalender 2018-2019 für Wilhelmshaven und Friesland vor. Die ersten Angebote starten bereits in den Sommerferien, der größte Teil jedoch erst danach ab Mitte August.

Den Menschen, die sich dann bei den Angeboten der Bildungsstätte treffen, geht es meist nicht nur um ein Thema. Sie sind immer auch als Menschen dabei, die ihre Lebenserfahrungen und Überzeugungen mitbringen. Da ist Toleranz gefragt und die Fähigkeit und Bereitschaft, zuzuhören und offen zu sein für die Ansichten und Zugänge anderer. Und der Mut, eigene Ansätze in Frage zu stellen. Unter dem Dach der Ev. Familien-Bildungsstätte entstehen in Friesland und Wilhelmshaven so Lern- und Lebensgemeinschaften, oft weit über den letzten Kurstag hinaus. „Solche Gemeinschaften versuchen wir täglich in Kursen und Seminaren zu stiften, zu erhalten und zu leben“, sagt Bildungsstättenleiter Rüdiger Schaarschmidt. „Oft treffen sich in unseren Angeboten Menschen, die sich bislang nicht kannten. Während Kinder meist unbedarft und ohne Scheu auf andere Kinder zugehen, tun sich Erwachsene oft deutlich schwerer. Wenn es ihnen gelingt, ihre Befangenheit, zu überwinden, bietet sich ihnen bis hohe Alter die großartige Chance, mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen und so lebendig zu bleiben.“ 

Zahlreiche Angebote haben deshalb das Miteinander von Familien oder jeweils von Erwachsenen und

Kindern zum Thema, von der Zeit nach der Geburt bis ins hohe Alter. Ein Ort der frühkindlichen Bildung und Stärkung der Familien sind Eltern-Kind-Gruppen und Kurse im ersten Lebensjahr nach dem Konzept von DELFI und PEKiP. Dort liegt einer der Schwerpunkte der EFB. Dazu gehören auch Themen rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre: Hier gibt es neben Schwimmen für Schwangere und Babyschwimmen die Babymassage als „Berührung mit Respekt“, die musikalische Früherziehung und einige neue Angebote. Musik wird für Erwachsene ebenso wie für Kinder angeboten. Dazu gehören Gitarre, Klavier und Akkordeon ebenso wie Blockflöte, Panflöte und Cajon sowie Gesang und Stimmbildung und Angebote mit der Veeh-Harfe, auf der auch ältere Menschen spielen können, die noch nie ein Instrument in der Hand hatten. 
Bei zwei neuen Reihen der Akademie am Vormittag für Erwachsene geht es einerseits um „Die Friedensbotschaft in Liedern des Evangelischen Gesangbuchs“ und außerdem um die „Briefe des Apostels Paulus und ihre Bedeutung für heute“, wenn es heißt „E-Mail für Dich“. Darüber hinaus bietet das Programm eine Reihe zu Emil Nolde und “Latein für Anfänger”. Hier möchte Karl-Heinz Saathoff zeigen, dass Latein keineswegs eine tote Sprache ist. Wer sich gerne bewegt, kann beim Training „Radfahren-Laufen-Gehen“ mitmachen, andere tun dies beim Bauchtanz, beim generationsübergreifenden Zumba zu lateinamerikanischen Rhythmen, bei Line Dance, Nordic Walking oder in den  verschiedenen Gymnastiksparten wie zum Beispiel der Rückenschule. 

Farbenfroh und übersichtlich präsentiert sich das neue Heft. Die über 1.000 Angebote insgesamt richten sich an alle Familien und Erwachsenen, egal, ob aus der Stadt Wilhelmshaven oder dem Landkreis Friesland, unabhängig von ihrer Konfession oder Religionszugehörigkeit. Gerade durch den Kontakt und die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Lebensweisen ergeben sich in vielen Seminaren neue Möglichkeiten, Verständnis füreinander zu erreichen und Brücken zu bauen. Neu hinzugekommen ist ein eigener Abschnitt mit Kursen in Sande. „Wir sind sehr froh über diese neue Kooperation mit der dortigen Kirchengemeinde“, sagt Rüdiger Schaarschmidt.  

Auch die Angebote für Erwachsene und Ältere sind sowohl zahlreicher als auch bunter geworden. Die einen können sich demnächst mit Senioren-Yoga fit halten, während sich andere zu einem ökologischen Gesprächskreis am Vormittag treffen. „Singen nach Herzenslust“ können Ältere an verschiedenen Orten in Wilhelmshaven und Friesland. Für andere gibt es „Kunst zum Frühstück“ mit Kunst & Geschichte(n) für Jedermann. Beim „Seniorensport am Nachmittag“ kann man die eigene Beweglichkeit erhalten und zugleich in einer Gruppe innere Lebensfreude wecken lassen. Spezielle EDV-Kurse helfen Älteren bei einem leichten Einstieg in die für sie neuen Möglichkeiten in altersgerechtem Tempo. So geht es neben den Grundlagen auch um spezielle Dinge wie „Umweltrecherchen im Internet“, verknüpft mit einem Überblick im Mediendschungel. 

Pädagogen und andere Erwachsene bekommen fachkundigen Rat zum Thema „Kinder in suchtbelasteten Familien“, sie lernen, wie sie die sichere Bindung zwischen Eltern und Kind unterstützen können und bekommen wichtige Hinweise zur Entwicklung der kindlichen Sexualität. Oder sie lassen sich Ideen zum „Forschen mit Wasser und Luft“ vorstellen. Bei „Forschen rund um den Körper“ sind Eltern und interessierte Fachkräfte angesprochen, während ehrenamtlich oder hauptamtlich Tätige bei einem Seminar „Anregungen zum einfühlsamen Gespräch“ erhalten. Eine Anleitung zum positiven Umgang mit Stress gibt es unter dem Motto „Kraftquellen im Alltag entdecken“. Ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art versprechen die Abende der „Senfonia für den Gaumen“. Eine Familienfreizeit auf Wangerooge gehört ebenso zum Angebot wie Pilgerangebote in Norddeutschland oder auf Mallorca und „Wilhelmshaven objektiv“ mit fotografischen Exkursionen an eher unbekannte Orte der Stadt. Ein umfangreicher Teil des Programms bietet Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und auch für Tagesmütter in Kooperation mit dem Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven.

Dezentrale Angebote gibt es nicht nur in Wilhelmshaven sondern auch in Friesland, und zwar in Bockhorn, Jever, Sande, Roffhausen, Schortens, Varel, Hohenkirchen, Hooksiel, Neuenburg, Schillig, Wangerooge und Zetel. Die Bildungseinrichtung der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven hat im letzten Jahr 30.080 Unterrichtsstunden erteilt, mehr als jemals zuvor. Als besonderer Service für die Nutzer erscheint das Programmheft seit einiger Zeit bereits vor den Sommerferien. Information und Anmeldung ist vormittags während der gesamten Sommerferien möglich. Das Heft liegt in den Gemeindehäusern in Friesland und Wilhelmshaven ebenso aus wie in Arztpraxen, Apotheken sowie öffentlichen Einrichtungen. Das Programm und weitere Informationen sind außerdem erhältlich direkt in der Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, Telefon (04421) 32016. Dort kann man sich schriftlich, telefonisch oder persönlich anmelden. Im Internet geht dies online unter www.efb-friwhv.de. 

Mit zwei Stunden in der Woche Großes bewirken: wellcome sucht Ehrenamtliche für die Unterstützung von Eltern nach der Geburt - Aufruf zum internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember

Die ersten Monate nach der Geburt eines Babys sind für alle Eltern besonders herausfordernd. Wenn Unterstützung fehlt, springen die Ehrenamtlichen von wellcome ein. Sie helfen so, wie es Familie, Freunde oder Nachbarn tun würden.
In Wilhelmshaven und Friesland werden derzeit wieder neue Helferinnen und Helfer gesucht.

wellcome ist moderne Nachbarschaftshilfe: Ein- bis zweimal die Woche kommen die Ehrenamtlichen für einige Stunden zu den Familien nach Hause, gehen zum Beispiel mit dem Baby spazieren während die Mutter Schlaf nachholt, begleiten Zwillingseltern zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite oder hören einfach zu. So werden erschöpfte Eltern entlastet und in ihrer neuen Rolle gestärkt.

Eine wellcome-Ehrenamtliche sagt dazu: „In den Familien erlebe ich große Freude und Dankbarkeit über mein Erscheinen, auch wenn es nur zwei Stunden sind. Es ist schön zu sehen, dass bereits eine kleine Unterstützung große Wirkung hat.“

 

Ehrenamtliche werden fachlich begleitet

Elke Stalze-Straus koordiniert den Einsatz der Ehrenamtlichen in Wilhelmshaven und Friesland, vermittelt sie zu den Familien und begleitet deren Tätigkeit. Als ausgebildete und erfahrene Fachkraft steht sie den Ehrenamtlichen und auch den Familien für alle fachlichen Fragen zur Verfügung. Die Ehrenamtlichen treffen sich mit ihr regelmäßig zum Austausch und zur Fortbildung.

„Die wellcome-Ehrenamtlichen können den Familien schnell und konkret helfen. Sie sorgen dafür, dass aus kleinen Krisen keine großen werden, denn häufig kommt es gar nicht erst zu größeren Problemen, wenn Eltern frühzeitig entlastet werden“, sagt wellcome-Koordinatorin Elke Stalze-Straus.

Engagiert – aber zeitlich flexibel

Für die Ehrenamtlichen ist die Aufgabe zwar intensiv aber zeitlich begrenzt: Ein Einsatz dauert in der Regel drei bis sechs Monate, danach können sie entscheiden, ob sie gleich den nächsten Einsatz starten oder erst einmal pausieren. So lässt sich das Ehrenamt gut mit unterschiedlichen Lebenssituationen vereinbaren und etwa auch mit einer Berufstätigkeit verbinden. Während des Einsatzes sind die Ehrenamtlichen versichert, ihre Fahrtkosten werden erstattet.

Nachfrage wächst: wellcome sucht neue Ehrenamtliche vor Ort

Seit mehr als 10 Jahren bietet die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven „wellcome - Praktische Hilfe nach der Geburt“ an. Aktuell engagieren sich dort 19 Ehrenamtliche, die allein im letzten Jahr 37 Familien mit insgesamt fast 1.200 Stunden ihrer Zeit unterstützt haben. Die Nachfrage wächst stetig. Damit der Bedarf gedeckt werden kann, freut sich Teamkoordinatorin Elke Stalze-Straus über neue Ehrenamtliche.

 

Kontakt:

wellcome Wilhelmshaven-Friesland - Feldmark 56 26389 Wilhelmshaven

04421 758 680 - friesland-wilhelmshaven@No~Spamwellcome-online.de

 

Über wellcome

wellcome wurde 2002 in Hamburg gegründet.

Das Angebot gibt es an rund 250 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ca. 4.300 wellcome-Ehrenamtliche waren bundesweit im Jahr 2016 aktiv.

Schirmherrschaft bundesweit: Bundeskanzlerin Angela Merkel

Schirmherrschaft in Niedersachsen: Sozialministerin Carola Reimann

Paul Gerhardt: Psalmist der Christenheit: Start der Akademie am Vormittag am 16. Oktober in der Friedenskirche

Direkt nach den Herbstferien Mitte Oktober startet die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in Kooperation mit der Friedenskirche in Wilhelmshaven-Nord mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“. Unter dem Thema „Paul Gerhardt: Psalmist der Christenheit“ werden Lieder voller Innigkeit und Wärme vorgestellt, interpretiert und auch gesungen.

Der Lieddichter Paul Gerhardt (1607-1676) gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Protestantismus überhaupt. Bezogen auf seine Wirkungsgeschichte wird er in einem Atemzug mit Martin Luther und Johann Sebastian Bach genannt. Neben Martin Luther gilt Gerhardt als einer der bedeutendsten deutschen Dichter von Kirchenliedern. 29 von ihnen stehen im Evangelischen Gesangbuch. Aus seinen Versen spricht heiteres Gottvertrauen, zugleich erzählen sie viel von Angst und Bedrückung während der Zeit des 30jährigen Krieges. Gerhardts Lieder haben sich in den letzten 350 Jahren über die ganze Welt verbreitet und wurden in viele Sprachen übersetzt. In ihnen ist von den elementaren Erfahrungen des menschlichen Lebens die Rede. Paul Gerhardt, der auch als „Psalmist der Christenheit" bezeichnet wird, ruft trotz schwerer persönlicher Schicksalsschläge immer wieder zum Gottvertrauen auf. Eben weil er selber viel Leid durchgemacht hat, kann er auch andere wunderbar trösten. Dabei ist seine Sprache voll Innigkeit und Wärme.

Die „Akademie am Vormittag“ macht mit Paul Gerhardt an sechs Vormittagen ab dem 16. Oktober im Gemeindehaus der Friedenskirche in Fedderwardergroden einen Gang durch das Kirchenjahr. Nach einer Einführung in Entstehung und Theologie der jeweiligen Lieder besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch, Diskussion und Gesang.

Zum Auftakt am 16. Oktober befasst sich der stellvertretende Kreispfarrer und Friedenskirchenpastor Kai Wessels unter dem Motto „Lieder über Jahr und Tag“ mit den Liedern „Nun laßt uns gehn‘ und treten“  und „Lobet den Herren“, beide aus dem Jahre 1653. Am 23. Oktober geht es bei dem Vormittag mit Pastorin Katrin Jansen aus Cleverns um Lieder zu Advent und Weihnachten, konkret um „Wie soll ich dich empfangen“ und „Ich steh an deiner Krippen hier“.  Die Reihe wird am 6. November fortgesetzt mit Liedern zur Passionszeit, interpretiert von dem Wiefelsteder Pastor Dr. Tim Unger. Konkret behandelt  Dr. Unger „O Welt, sieh hier dein Leben“ und „O Haupt voll Blut und Wunden“.

Landeskirchenmusikdirektorin Beate Besser spricht eine Woche später am 13. November über Lieder zu Ostern und Pfingsten. Hier stehen „Auf, auf, mein Herz mit Freuden“ und „Zieh ein zu deinen Toren“ auf dem Liedzettel. Die Klassiker „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“  und „Du meine Seele, singe“ sind am 20. November zu hören, wenn Friedenskirchenpastor Ralf Feesche über „Lieder zur Sommerzeit“ spricht.

Den Abschluss der Reihe bildet der Vormittag mit Pastor Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick am 27. November. Er spricht über „Lieder zu den Kasualien“ wie beispielsweise „Ist Gott für mich, so trete...“ und „Befiehl du deine Wege...“.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus der Friedenskirche in der Preußenstraße 45 in Fedderwardergroden statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016 oder www.efb-friwhv.de. 

„Bindung bringt‘s“: Tag der offenen Tür mit Familienfest am Samstag, 12. August ab 10 Uhr in der EFB im Wiesenhof

Mit einem Familiengottesdienst und einem Tag der offenen Tür startet die Ev. Familien-Bildungsstätte nach den Sommerferien in das neue Programmjahr. Unter dem Motto „Bildung sorgt für Bindung“ gibt es am Samstag, 12. August ab 10 Uhr am Bildungszentrum im Wilhelmshavener Stadtteil Wiesenhof in der Feldmark 56 ein buntes Spektakel für Jung und Alt. Parallel dazu findet für Kinder und Erwachsene ein Flohmarkt statt.

Zum Auftakt feiert Kreispfarrer Christian Scheuer einen Familiengottesdienst zum Thema „Bindung verbindet“. Beim anschließenden Tag der offenen Tür können Kinder und Jugendliche Töpfern, Malen oder Bewegungsspiele kennen lernen. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen präsentiert sich und beim „Line dance” sind alle zum Mitmachen eingeladen. Daneben gibt es einen Handlettering -Workshop ebenso wie Kinderschminken und ein Schachangebot für Kinder und Erwachsene. Eine Mitarbeiterin präsentiert vom plastischen Gestalten über Zeichnen und Malerei bis hin zu Drucktechniken und zum Filzen verschiedene Möglichkeiten kreativer Art für Erwachsene, eine andere baut mit Kindern „Wutbälle“, mit denen diese Aggressionen loswerden, ohne dass es blutige Nasen gibt. Jugendliche und junge Erwachsene der Klavierschule zeigen ihr Können, der Musiker Karsten Hoeft unterhält die Besucher mit Gitarre und Gesang und auch das Akkordeonensemble der Familien-Bildungsstätte tritt auf. Interessierte können bei einer „Nähaktion“ mitmachen, außerdem gibt es verschiedene Vorführungen von Gruppen und Initiativen. Schnupperangebote rund um das neue Programmangebot der Familien-Bildungsstätte für Jung und Alt laden zum Zuschauen und Mitmachen ein und jede Menge Überraschungsaktionen sorgen für einen Tag mit Begegnung ohne Langeweile. Darüber hinaus informieren zahlreiche Kinder- und familienbezogene Institutionen über ihre Arbeit. Kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack sorgen für das leibliche Wohl. Weitere Informationen unter (04421) 320 16.

„Die Choräle Martin Luthers“: Start der „Akademie am Vormittag“ am 27. Februar in der Friedenskirche

Ende Februar startet die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in Kooperation mit der Friedenskirche in Wilhelmshaven-Nord mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“. Unter dem Thema „Die Choräle Martin Luthers“ wird der Reformator als Dichter und Komponist vorgestellt. Die Reihe ist damit ein weiterer Beitrag zum 500. Reformationsjubiläum im diesem Jahr.

Lieder waren für Martin Luther ein zentrales Mittel der Verkündigung. Er hat die Musik als Gesang reformiert und so das evangelische Kirchenlied erfunden. Bis in die Wortwahl blüht seine Sprache auf. „Ein Kirchenvolk erkennt man an seinen Liedern“. Vierzig geistliche Lieder sind von ihm überliefert, dazu zählen Choräle, die bis heute zu den Klassikern im Evangelischen Gesangbuch zählen: Sie sind herb, urwüchsig und kunstvoll. Martin Luther hat Psalmen umgedichtet und vertont, altkirchliche Hymnen ins Deutsche übertragen, biblische Erzähllieder geschrieben und geistliche Kinderlieder verfasst.

Lieder prägen stärker als jeder gesprochene Text, davon war Luther überzeugt. Sie können „dem jungen Volk“ zentrale biblische Einsichten vor Augen führen, bevor es überhaupt lesen kann. Lieder waren für ihn zudem eine Art Volkskatechismus, über den die Texte des Glaubens spielend in das Gedächtnis Eingang finden. Außerdem ist Singen etwas Intimes: Mit Liedern gibt sich der singende Mensch seinen Mitmenschen preis - zeigt sich, seine Stimmung, seine Überzeugungen. Luther formulierte es einmal so: „Christus steigt in unvergleichlicher Kraft in die Tiefen des singenden Herzens hinein und aus den Tiefen der singenden Herzen wieder empor.“

Die „Akademie am Vormittag“ macht an sieben Vormittagen ab dem 27. Februar im Gemeindehaus der Friedenskirche in Fedderwardergroden einen Gang durch das Choralbuch Martin Luthers von den Anfängen bis zu den späten Werken. Nach einer Einführung in den jeweiligen Choral gibt es jeweils ausreichend Raum für Gespräch, Diskussion und auch Gesang.

Zum Auftakt am 27. Februar befasst sich der stellvertretende Kreispfarrer und Friedenskirchenpastor Kai Wessels mit dem Choral „Nun freut euch, lieben Christen g‘mein“ aus dem Jahre 1523. Die musikalische Begleitung übernimmt die Klavierlehrerin Friedericke Menke. Am 6. März geht es bei dem Vormittag mit dem früheren Bockhorner Pastor Harro Kawaletz um die Vertonung von Psalm 130 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“. Die musikalische Interpretation übernimmt Kreiskantor Klaus Wedel aus Jever.

Die Reihe wird am 13. März fortgesetzt mit dem Choral „Nun bitten wir den Heiligen Geist“ aus dem Jahre 1524. Diesen Vormittag gestaltet inhaltlich der pensionierte Pastor Achim Jürgens aus Varel. Die musikalische Begleitung übernimmt an diesem und an den folgenden Terminen wieder die Klavierlehrerin Friedericke Menke. Pastor Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick spricht eine Woche später am 20. März über den Klassiker „Ein feste Burg ist unser Gott“, eine Interpretation von Psalm 46. Beinahe weihnachtliche Klänge sind am 27. März zu hören, wenn Friedenskirchenpastor Ralf Feesche über den Luther-Choral „Vom Himmel hoch da komm ich her“ spricht. Am 3. April geht es mit dem ehemaligen Banter Pastor und Diakoniepfarrer Rainer Ewald um die Interpretation des Vater Unser mit dem Choral „Vater unser im Himmelreich“.

Den Abschluss der Reihe bildet der Vormittag mit dem Vareler Ruhestandspastor Johannes Rieper. Sein Choral für den am Montagvormittag am 10. April „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“ ist im Jahre 1543 entstanden.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus der Friedenskirche in der Preußenstraße 45 in Fedderwardergroden statt. Die Reihe wird durch die Ev. Lutherische Kirche in Oldenburg gefördert, die Teilnahme ist kostenlos. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016 oder www.efb-friwhv.de. 

Die Reformation Martin Luthers und ihr Umfeld: Akademie am Vormittag beginnt am 27. Februar in Jever

Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ starten die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven und die Kirchengemeinde Jever gemeinsam ins Frühjahr. Unter dem Titel „Die Reformation Martin Luthers und ihr Umfeld: Entwicklung, Weg und Wirklichkeit“ geht es immer Montagvormittag im Gemeindehaus in Jever Am Kirchplatz um zentrale Themen und Fragestellungen der Reformation zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die Reihe ist damit ein weiterer

Beitrag der Evangelischen Kirche zum Reformationsjubiläum.

Vor mehr als 500 Jahren begann in Europa eine Kette von Entwicklungen, die wir im Nachhinein als „Reformation“ bezeichnen. Der Wunsch nach Reformen der Kirche und der Glaubenspraxis führte schließlich zu einer Revolution der damaligen Weltordnung, die den Alltag des einzelnen Menschen ebenso erschütterte wie die Politik der europäischen Fürsten. Aus der zentralistischen Kirche des Mittelalters entstanden verschiedene Konfessionen: Lutheraner, Calvinisten, Mennoniten und viele andere fanden neue Antworten auf zentrale Fragen des menschlichen Lebens. Dies war der Grundstein einer religiösen Vielfalt und Freiheit des Gewissens, die unsere heutige Kultur nach wie vor prägt.

Mit dieser religiösen Pluralisierung gab es neue Probleme, die sowohl die damalige als auch die heutige Gesellschaft immer wieder vor Herausforderungen stellen. Damit ist das Thema gerade heute hochaktuell: Wie gehen wir mit den Mitgliedern anderer Religionen um? Wie weit reicht religiöse Toleranz? Gibt es Glaubensfreiheit, und wie weit darf oder muss sie gehen? Wie viel Einfluss darf der frühneuzeitliche Herrscher oder unser moderner Staat auf die Religionsausübung nehmen? Auch 500 Jahre nach Beginn dieses „weltbewegenden Gesamtereignisses Reformation“ bleiben die errungenen Freiheiten ebenso wie die zugleich entstehenden Konflikte aktuelle und zentrale Themen. Die „Akademie am Vormittag“ greift einige Themen des „Gesamtereignisses Reformation“ heraus und rückt sie in den Mittelpunkt.

Zum Auftakt am 27. Februar gibt der Reformationsbeauftragte der Oldenburgischen Kirche, der frühere Heppenser Pfarrer Nico Szameitat eine Einführung in das Gesamtthema. Anschließend stellt er Wegbereiter und Weggefährten Martin Luthers vor: Dazu gehören Petrus Valdes, John Wyclif, Jan Hus, Ulrich Zwingli, Johannes Calvin und andere.

Eine Woche später am 6. März geht es um die Päpste und politischen Machthaber zur Zeit der Reformation. Die Reformation war auch die Zeit wachsender Auseinandersetzungen zwischen der Römischen Kirche und den politisch Mächtigen. Zugespitzt stellte sich damals die Frage: Sind Menschen zuallererst „Schäfchen der Kirche“ oder Untertanen? Dabei kam es zum Kampf um die politische Vormachtstellung und die „Deutehoheit“ zwischen Papsttum und politischer Macht. Referent an diesem Vormittag ist, Pfarrer Dr. Oliver Dürr aus Molbergen, ein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet.

Im Mittelpunkt des Vormittags am 13. März mit Pfarrer Dr. Tim Unger aus Wiefelstede steht die Bedeutung der damaligen politischen Konstellation für den Erfolg der Reformation. Offenbar war zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Zeit reif für einen grundlegenden gesellschaftlichen Umbruch und einen kirchlichen Wandel. Welche politischen Rahmenbedingungen haben in der damaligen Situation die Reformation ins Rollen gebracht beziehungsweise befördert, darum geht es im Vortrag von Dr. Unger.

Am 20. März ist der Jeveraner Pfarrer Thorsten Harland bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihm geht es um „Wege der Kommunikation zu Zeiten Martin Luthers“. Die Erfindung des Buchdrucks war damals eine technische Revolution mit weitreichenden Folgen auch für die Verbreitung der Reformation. Der Versand von Nachrichten ist für Menschen, die im digitalen Zeitalter aufgewachsen sind und leben, kaum mehr vorstellbar. Wie verlief damals der Postweg, wenn wichtige Nachrichten übermittelt werden sollten? Mit welchen Zeitspannen bei der Übertragung von Nachrichten war zu rechnen? Wie entwickelte sich damals der Buchdruck und wie der Buchhandel, welche und wie viele Bücher wurden damals gedruckt und was kostete ein Buch? Um diese und ähnliche Fragen geht es an diesem Vormittag in der Wilhelmshavener Christuskirche.

Das Verhältnis Martin Luthers zum Judentum und der „Antijudaismus als Schattenseite der Reformation“ stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 27. März mit Benno Gliemann, Pfarrer an der Lutherkirche in Wilhelmshaven. Martin Luther wurde mit zunehmendem Alter ein wahrer Judenfeind. Selbst die Nazis nutzten seine Schriften als Rechtfertigung für ihren Judenhass, die Judenverfolgung und die Judenvernichtung. An diesem Vormittag wird es auch um die „Erklärung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg zu judenfeindlichen Äußerungen der Reformation“ gehen.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum Thema „Martin Luther und sein Verhältnis zu den damals Benachteiligten der Gesellschaft“. Dazu gehörten Frauen ebenso wie Kinder und Behinderte. Frauenfeindlichkeit und ein genereller Hass auf das „Andere" waren ein fester Bestandteil von Luthers Weltanschauung. Er träumte vom Ersäufen der „behinderten" Menschen in der Gosse, vom Morden an den aufständischen Bauern und manchem anderen. Referent am Montag, dem 3. April ist Manfred Pfaus, der frühere Geschäftsführer der GPS in Wilhelmshaven.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus Am Kirchplatz in Jever statt. Nach einer Einführung in das jeweilige Thema besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016.

Elternakademie der Volksbank Wilhelmshaven in Kooperation mit der Ev. Familien-Bildungsstätte

„Bildung hinterlässt Spuren“: Ev. Familien-Bildungsstätte präsentiert neues Programm - Mehr als 1.000 Angebote für alle Generationen

"Vergesst die Gastfreundschaft nicht. Denn durch sie haben manche, ohne es zu wissen, Engel beherbergt." Dieser Gedanke aus der Bibel gibt der Ev. Familien-Bildungsstätte für das kommende Programmjahr die inhaltliche Richtung vor. Bereits einige Wochen vor den Sommerferien legt die Bildungsstätte jetzt das neue Jahresprogramm 2016-2017 vor. Die ersten Angebote starten bereits in den Sommerferien, der größte Teil jedoch erst danach ab Mitte August.

Zahlreiche Angebote haben die Bindung zwischen Eltern und Kindern zum Thema, von der Zeit nach der Geburt bis in das Erwachsenenalter. Ein Ort der frühkindlichen Bildung und Stärkung der Familien sind die zahlreichen Eltern-Kind-Gruppen und die Kurse im ersten Lebensjahr nach dem Konzept von DELFI und PEKiP. Dort liegt einer der Schwerpunkte der EFB. Dazu gehören auch Themen rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre: Hier gibt es neben Schwimmen für Schwangere und Babyschwimmen die Babymassage als "Berührung mit Respekt", den Musikgarten und einige neue Angebote. Musik wird für Erwachsene ebenso wie für Kinder angeboten. Dazu gehören Gitarre, Klavier und Akkordeon ebenso wie Blockflöte, Panflöte und Cajon sowie Gesang und Stimmbildung. Die Kurse zur musikalischen Früherziehung wecken ab dem Babyalter gezielt die Freude an der Musik. Farbenfroh und übersichtlich zeigt sich das neue Programmheft, mit einer Menschenkette und bunten Fußspuren, die quer über die Titelseite laufen. "Wir erleben bei uns in der Bildungsstätte immer wieder, welche Spuren Begegnungen in einem Menschen hinterlassen, Begegnungen, die ihn in der Seele berühren", sagt EFB- Leiter Rüdiger Schaarschmidt. "Hier entstehen häufig Kontakte, die einen Menschen über Jahre oder sogar Jahrzehnte begleiten. Das ist eine große Bestätigung unserer Arbeit."

Die über 1.000 Angebote sie richten sich an alle Familien und Erwachsenen, egal, ob aus der Stadt Wilhelmshaven oder dem Landkreis Friesland, unabhängig von der Konfession oder Religionszugehörigkeit. Auch die Angebote für Erwachsene und Ältere sind sowohl zahlreicher wie bunter geworden. "Wie funktioniert die Stadt?" heißt eine Diskussionsreihe für politisch interessierte Bürger, bei der an praktischen Beispielen aus Wilhelmshaven die Entscheidungs- und Mitbestimmungswege aufgezeichnet werden. Andere können beim Angebot "Tanzend durch das Leben" ihre Beweglichkeit erhalten und zugleich in einer Gruppe ihre innere Lebensfreude wecken lassen. Spezielle EDV-Kurse helfen Älteren bei einem leichten Einstieg in die für sie neuen Möglichkeiten in altersgerechtem Tempo.

Bei den neuen Reihen der Akademie am Vormittag für Erwachsene geht es um "Die Reformation Martin Luthers und ihr Umfeld: Entwicklung, Weg und Wirklichkeit" einerseits und um den Reformator als Dichter und Komponist, wenn es heißt "Die Choräle Martin Luthers". Beide Reihen sind ein Beitrag der Familien-Bildungsstätte zum Reformationsjubiläum im Herbst 2017. Darüber hinaus gibt es im Themenfeld Glaube und Leben einen Abend mit Kreispfarrer Christian Scheuer zur Jahreslosung 2017 unter dem Motto "Herzverpflanzung". Wer sich gerne bewegt, kann sich beim wöchentlichen Lauftraining mit der Marathonläuferin Stefanie Beckmann auf die Halbmarathon- und Marathonstrecke vorbereiten, andere tun dies beim generationsübergreifenden Zumba zu lateinamerikanischen Rhythmen, bei Line Dance, Nordic Walking oder bei verschiedenen Gymnastiksparten wie zum Beispiel der Rückenschule. Eltern und Pädagogen bekommen fachkundigen Rat zum Thema "Chancen und Risiken für Kinder und Erwachsene im Internet" oder sie lernen, wie sich Elterngespräche in Kindertagesstätte oder Grundschule anders und besser meistern lassen. Beim "Kinderschminken leicht gelernt" sind (Groß-)Eltern zusammen mit Kindern ab etwa 3 Jahren eingeladen, während sich Familien von einem Modellbahnbauer zeigen lassen können, wie das Geschenk einer "Modellbahn-Startpackung" nicht in der Abstellkammer verschwindet. Bei Ferienkursen in Englisch können sich Kinder der Klassen 5 bis 8 für den Schulalltag fit machen, während Erwachsene bei der "kreativen Schweißwerkstatt" Individuelle Figuren und Gegenstände aus Schrott erstellen.

Dezentrale Angebote gibt es nicht nur in Wilhelmshaven sondern auch in Friesland, und zwar in Bockhorn, Jever, Sande, Roffhausen, Schortens, Varel, Hohenkirchen, Hooksiel, Schillig, Wangerooge und Zetel sowie in Wittmund. Die Bildungseinrichtung der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven hat im letzten Jahr knapp 28.500 Unterrichtstunden erteilt, mehr als jemals zuvor. Als besonderer Service für die Nutzer erscheint das Programmheft seit einiger Zeit bereits vor den Sommerferien. Information und Anmeldung ist vormittags während der gesamten Sommerferien möglich. Das Heft liegt in den Gemeindehäusern in Friesland und Wilhelmshaven ebenso aus wie in Arztpraxen, Apotheken sowie öffentlichen Einrichtungen. Das Programm und weitere Informationen sind außerdem erhältlich direkt in der Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, Telefon (04421) 32016. Dort kann man sich schriftlich, telefonisch oder persönlich anmelden. Im Internet geht dies online unter www.efb-friwhv.de.

Tanzen – Trommeln – Singen: Projekt für Flüchtlingskinder in Wilhelmshaven gestartet

Unter dem Motto "Tanzen – Trommeln – Singen" ist die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven jetzt mit einem Projekt für Flüchtlingskinder und andere Kinder aus aller Welt in vier Stadtteilen in Wilhelmshaven gestartet. Angesprochen sind vor allem Kinder im Alter von 3 bis etwa 6 Jahren, die in der derzeitigen Situation noch keinen Kindergartenplatz bekommen haben. Die Kinder werden jeweils von einem Elternteil oder einem anderen Erwachsenen begleitet. 

Ein Angebot findet immer Dienstags in der Zeit von 13.30–15 Uhr im Mehrgenerationenhaus Wilhelmshaven in der Werftstraße 75 statt, ein weiteres jeweils Dienstags von 16–17.30 Uhr im Familienzentrum West, Am Wiesenhof 135. Das Angebot im Stadtnorden findet Freitags von 10-11.30 Uhr im Freizeitzentrum Nord in der Möwenstraße 94 statt. Ein weiteres Angebot trifft sich am Donnerstag von 10–11.30 Uhr im Tanzstudio "Let`s Dance" in der Margaretenstraße 16a. Die Angebote werden jeweils von zwei Fachkräften geleitet und begleitet. Neue Kinder mit ihren Erwachsenen Begleitern sind jederzeit willkommen. Projektpartner sind die vier Familienzentren in Wilhelmshaven  und das das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Die Teilnahme ist für alle kostenlos.

Weitere Informationen in der der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven bei Carola Wedel unter (04421) 747 90 42 oder unter www.efb-friwhv.de.

„Wir finden für jedes Kind einen guten Platz“: Familien- und Kinderservicebüro sorgt für optimale Betreuung - Start der Ausbildung zur Tagespflegeperson

Seit achteinhalb Jahren gibt es in Wilhelmshaven das Familien- und Kinderservicebüro (FAKIS), die Servicestelle für Qualifizierung in der Tagespflege, Vermittlung und Betreuung für unter Dreijährige. Das FAKIS leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige. Für jedes dritte Kind unter drei Jahren muss demnach ein Betreuungsplatz vorhanden sein. Dieser kann entweder in einer Krippe oder in der Tagespflege sein. Etwa ein Drittel der Plätze soll die Tagespflege bereitstellen. Dessen Vorteil liegt unter anderem in den flexiblen Betreuungszeiten. 

Für junge Familien ist das FAKIS die Anlaufstelle in der Stadt für alle Fragen rund um die Kinderbetreuung, schwerpunktmäßig für 0-3jährige. Die Eltern finden hier Hilfe und Beratung für ein passgenaues Betreuungsmodell für ihr Kind. Dabei arbeitet das FAKIS mit allen Krippen und Kindertagesstätten ebenso eng zusammen wie mit den Tagespflegepersonen. Darüber hinaus kümmert sich das Servicebüro um die Anwerbung, Vermittlung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen in der Tagespflege sowie Beratung, Hilfestellung und Informationen rund um die Tagespflege. Dazu gehört die fachliche Begleitung der aktiven Tagespflegepersonen ebenso wie Schulung und Weiterbildung. Die Qualität der Tagespflege hat sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Gab es vor 10 Jahren noch keine Standards für die Ausbildung, gilt seitdem bundesweit ein Unterrichtsplan für Tagespflegepersonen von 160 Unterrichtstunden. In Wilhelmshaven wurde dieser Standard für alle verpflichtend auf 200 Stunden erweitert. Die Schulung wurde unter anderem um zwei Praxisblöcke erweitert: ein Praktikum bei einer erfahrenen Tagesmutter und eines in einer Kindertagesstätte. Wer bereits eine pädagogische Vorbildung, beispielsweise als Erzieherin hat, für die gibt es eine spezielle Schulung in reduziertem Umfang mit dem Modul Grundwissen Kindertagespflege. Dazu gehören rechtliche und versicherungsrechtliche Voraussetzungen sowie die 1. Hilfe am Kind im Umfang von rund 40 Stunden. Außerdem haben die Mitarbeiterinnen im FAKIS den Überblick über freie Plätze auch in Krippen und Kindertagesstätten. Für Eltern mit größeren Kindern vermitteln sie Erziehungslotsen, die kostenlos und ganz praktisch dort in Familien helfen und sie begleiten, wo es besonders schwer ist.

Um das Angebot an qualifizierten Tagesmüttern und -vätern weiter auszubauen, startet das Familien- und Kinderservicebüro nach den Sommerferien mit einer neuen Ausbildung. Sie findet überwiegend vormittags statt, eine kostenlose Kinderbetreuung während der Maßnahme wird eingerichtet. Voraussetzungen für die Tätigkeit als Tagesmutter oder -vater sind Freude am Umgang mit Kindern, Flexibilität, Organisationstalent und die verbindliche Teilnahme an der Schulung. Interessenten aus der Stadt Wilhelmshaven und den angrenzenden Landkreisen wenden sich direkt an das Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven, Heppenser Straße 29, Telefon (04421) 754 34 22, fakis@No~Spamefb-friwhv.de

Zertifikate an 9 neue Yogaleiterinnen übergeben: 5 Teilnehmerinnen beginnen mit Angeboten in Wilhelmshaven, Neuenburg und Bockhorn

Friesland/Wilhelmshaven. In den letzten zwei Jahren hat erstmals in Friesland und Wilhelmshaven eine Ausbildung zur Yogaleiterin stattgefunden. Unter der Leitung von Karin Carstens aus Neuenburg haben 12 Frauen und ein Mann seit Januar 2014 die Ausbildung an 14 Wochenenden und in zwei Seminarwochen in einem Umfang von 508 Unterrichtsstunden absolviert. Die Ausbildung fand in Neuenburg, Wilhelmshaven und Rastede statt. Am vergangenen Samstag wurden in einem kleinen Festakt im Ev. Gemeindehaus in Neuenburg an 9 Teilnehmerinnen die Zertifikate überreicht. Nach Abschluss der Ausbildung sind die erfolgreichen Absolventen nun berechtigt, eigenständig Yogakurse anzubieten. Die Ausbildung wird auch von den Krankenkassen im Rahmen der Gesundheitsprävention anerkannt. 

Bei der Zertifikatsübergabe erinnerte der Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven, Rüdiger Schaarschmidt, noch einmal an die umfangreiche Ausbildung, der sich die Teilnehmerinnen gestellt hatten: Die Ausbildung umfasste philosophische Grundlagen des Yoga ebenso wie Körperwahrnehmung, Entspannung und Mediation. Um die medizinischen Hintergründe besser zu verstehen, standen Themen wie Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensystem, Gehirn, Bewegungsapparat und die Funktion des Verdauungssystems auf dem Lehrplan. Außerdem ging es um Anregungen für eine gute Unterrichtsgestaltung, um Planung, Durchführung und Analyse von Stunden und Kursen und um die eigene Präsenz vor einer Gruppe. Für diejenigen, die sich möglicherweise als Yogalehrerin einmal selbständig machen möchten, standen Fragen von Existenzgründung, Finanzplanung und Marketing auf dem Lehrplan. Fünf der so Ausgebildeten geben nun Yogakurse für die Ev. Familien-Bildungsstätte oder beginnen in den nächsten Wochen damit. Darunter sind Angebote in Neuenburg und Bockhorn und Wilhelmshaven. 

Im Blick auf ihre künftige Arbeit als Yogalehrerinnen berichtete Rüdiger Schaarschmidt von der aktuell ältesten Mitarbeiterin der Familien-Bildungsstätte, einer Yogalehrerin, die als inzwischen fast 81jährige Frau seit mehr als 33 Jahren solche Kurse unter dem Dach der Familien-Bildungsstätte anbietet: „Dieses Beispiel zeigt, dass Yoga wie ein Gesundbrunnen und eine Frischzellenkur wirkt. Offenbar hält Yoga fit, jung und beweglich, sowohl körperlich als auch geistig.“ Ausbildungsleiterin Karin Carstens erinnerte daran, dass die Idee zu dieser Ausbildung von einer Teilnehmerin kam, die es bedauerte, keine entsprechende Qualifikation in Raum Friesland-Wilhelmshaven zu haben. Carstens hob die ganzheitliche Ausbildung in einer kleinen Gruppe hervor, zu der auch zwei Intensivwochen in Rastede gehörten und bedankte sich bei den Teilnehmerinnen für das große Engagement und das Durchhaltevermögen. 

Die jetzt zu Ende gegangene war die erste Yogaleiterausbildung dieser Art in der Region. Der große Vorteil war nicht nur die Ortsnähe, sondern auch die Terminierung: Da die Ausbildung neben zwei Ausbildungswochen in Rastede an 14 Wochenenden in Neuenburg und Wilhelmshaven stattfand, konnte sie auch berufsbegleitend besucht werden. Weil diese erste Yogaleiterausbildung so gut verlaufen ist, beginnen die Ev. Familien-Bildungsstätte in knapp einem Monat mit einem zweiten Ausbildungsgang. Dafür gibt es noch einige wenige freie Plätze. Interessentinnen wenden sich möglichst rasch an Nicola Jacobi in der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 754 866 oder jacobi@efb-friwhv.de.

"Kleine Leute in der Bibel - ganz groß": Start der "Akademie am Vormittag" am 15. Februar in Jever

Mit einer neuen Reihe der "Akademie am Vormittag" startet die Ev. Kirchengemeinde Jever zusammen mit der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in die Fastenzeit 2016. In dieser Reihe werden Randfiguren aus dem Neuen Testament in den Mittelpunkt gerückt. Diese Randfiguren, die kleinen Leute der Bibel, das sind jene, die stets am Rande der großen Geschichten angesiedelt sind, Männer und Frauen mit einer Nebenrolle. Aber auch in den Nebenrollen wirkt der Gott der Geschichte, auch mit den Randfiguren hat Gott oft Großes vor. Die Bibel ist voller kleiner Leute am Rande. Über sie wird kaum etwas geschrieben, meist stehen sie im Schatten der bedeutenden Gestalten. Die neue Reihe der "Akademie am Vormittag" greift beispielhaft sechs kleine Leute, drei Männer und drei Frauen heraus und rückt sie in den Mittelpunkt. Die Reihe möchte damit auch die Augen dafür öffnen, dass der Weg Gottes mit den Menschen zuweilen ein Weg mit Ungereimtheiten und Schwächen ist und über mancherlei Hindernisse führt. Nach einer Vorstellung der Person in ihrem Umfeld und mit ihrer Lebensgeschichte auf dem Hintergrund der biblischen Texte besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion. Unter dem Titel "Kleine Leute in der Bibel, ganz groß" greifen die Referenten der "Akademie am Vormittag" ab dem 15. Februar immer montags um 9.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Jever einzelne Figuren heraus und stellen sie quasi ins Scheinwerferlicht. Zum Auftakt am 15. Februar geht Kai Wessels, Pastor in der Wilhelmshavener Friedenskirche auf die Jüngerin Tabita ein, die in Jaffa, dem biblischen Joppe gelebt hat. Sie hat eine ganz besondere Begegnung mit Petrus. Beim zweiten Vormittag am 22. Februar mit dem Wiefelsteder Pastor Dr. Tim Unger geht es um einen Zauberer namens Simon Magnus, der sein Geschäft vergrößern will. Am 29. Februar ist Pastorin Katrin Jansen aus Cleverns bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihr geht es um Lydia. Sie wird später die erste europäische Christin. Am Montag darauf, am 7. März nimmt sich Pfarrer Andreas Zuch aus Oldenburg einen Mann vor, der als Kämmerer Äthiopiens gilt. Dieser Finanzminister lässt sich schließlich am Straßenrand taufen. Eine Woche später am 14. März steht dann eine Magd mit einem Wahrsagegeist im Mittelpunkt. Zu ihr gingen die Menschen, wenn sie etwas über ihre Zukunft wissen wollten. Referent an diesem Vormittag ist Pastor Johannes Rieper aus Varel. Den Abschluss der Reihe bildet am 21. März ein Vormittag über Kornelius, einen gottesfürchtigen Mann vom Militär, mit Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick, Pastor in Fedderwarden. Die Veranstaltungen der "Akademie am Vormittag" beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus Am Kirchplatz in Jever statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016.

Ausbildung zur Yogalehrerin / zum Yogalehrer

„Yoga" ist heute in der westlichen Welt weit verbreitet und wird meist mit den bekannten Körperübungen gleichgesetzt. Diese sind aber nur ein Teil des Yoga. Vielmehr sind die Übungen ein Tor zu dem großen Schatz dieser uraltenWissenschaft. Heutige Menschen leiden zunehmend unter Schnelllebigkeit und Leistungsdruck, Stress und Hektik und wünschen sich Ruhe. Yoga und Meditation, Atemschulung und Entspannung können bei körperlichen, seelischen und psychosomatischen Beschwerden helfen. Sie aktivieren die Selbstheilungskräfte und schulen den Blick dafür, dass nicht materieller Reichtum uns glücklich, zufrieden und ruhig macht, sondern innerer Reichtum. In der Ev. Familien-Bildungsstätte beginnt im Februar 2016 eine zweijährige Ausbildung zur Yogalehrerin oder zum Yogalehrer. Die berufsbegleitende Ausbildung umfasst 500 Unterrichtsstunden und berechtigt nach erfolgreichem Abschluss dazu, eigenständig Yogakurse anzubieten. In dem Ausbildungskurs sind noch einige wenige Plätze frei. Nähere Informationen in der Ev. Familien-Bildungsstätte bei Nicola Jacobi unter (04421) 754 866 oder jacobi@efb-friwhv.de.

„Brücken bauen“: Heiteres Familienfest für Groß und Klein Rund 3.000 Besucher feierten in der in der Ev. Familien-Bildungsstätte

Auch anfänglich eher kühle Temperaturen und Hochnebel konnten die Stimmung nicht trüben: Das jährliche Familienfest mit dem schon traditionellen „Tag der Offenen Tür“ der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven wurde zu einem ungetrübten, bunten Spektakel. Rund 3.000 Besucher aus Wilhelmshaven und Friesland kamen am Samstag in das Bildungszentrum im Wiesenhof zu einem Fest der Generationen. Und zugleich zum ersten runden Geburtstag an diesem Standort: Vor genau 10 Jahren war die Ev. Familien-Bildungsstätte in das Bildungszentrum Wiesenhof umgezogen

Zu Beginn feierte Kreispfarrer Christian Scheuer mit den Besuchern einen Familiengottesdienst. Zum Thema „Brücken bauen“ ging es um die Brücke zwischen verschiedenen Generationen ebenso wie zwischen Völkern und Kulturen. Die Besucher bauten aus großen, bunten Puzzleteilen eine Brücke, die am Ende an das Familienzentrum Ost übergeben wurde. Hier startet in diesen Tagen das „Café Kunterbunt“, ein multikulturelles Eltern-Kind Angebot, das vor allem jungen Flüchtlingsfamilien helfen soll, in Wilhelmshaven anzukommen. Das Angebot wurde von der Familien-Bildungsstätte als einer der beiden Träger des Familienzentrums Ost initiiert. 

Bei einer Vielzahl von Kreativ- und Spielangeboten für Kinder und Erwachsene konnten Jung und Alt erleben, wie bunt das Spektrum der Angebote und Möglichkeiten in der Bildungsstätte ist. Dazu gehörten „Wutbälle bauen“ und andere Kreativ- und Bastelangebote mit der Malschule ebenso wie plastisches Gestalten zum Kennenlernen, der Spieltisch des Wilhelmshavener Schachclubs,  der Auftritt einer Line-Dance-Gruppe sowie eine Tai Chi Vorführung. Der Kreisjugenddienst hatte seinen Spieleanhänger zur Verfügung gestellt, aus dem Mitglieder des Jugendteams der Christus- und Garnisonkirche immer wieder neue Spielideen zauberten, während die Erwachsenen Zeit für die zahlreichen Informationsstände fanden. Die Hebammen, das Projekt „wellcome“, die Familienzentren sowie der Kinderschutzbund, das Familien-und Kinderservicebüro und einige Kindertagesstätten klärten über die verschiedenen Bereiche des Zusammenlebens mit Kindern auf , während der „stattgarten süd“ und die Wilhelmshavener Greenpeace-Gruppe über ihre Arbeit informierten. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen war mit Wasserspielen ebenso dabei

wie die Polizei mit einem Einsatzbus. Daneben gab es Informationen zu Seminaren und Programmbereichen, wie zum Beispiel zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen oder alten Handwerkstechniken. Dazu gab es Livemusik mit Aom Flury (Saxophon) und Abel Pareja Cuéllar (Panflöte, Flöte und Gesang).

Zum Gelingen bei trug ganz wesentlich das ehrenamtliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Freunde der Familien-Bildungsstätte sowie des Fördervereins: „Mehr als 70 große und kleine Menschen haben uns diesmal geholfen. Ohne diese helfenden Hände könnten wir einpacken. Das ist ein ganz großer Schatz für unsere Arbeit, der uns Mut macht“, zog Familien-Bildungsstätten-Leiter Rüdiger Schaarschmidt ein positives Resümee. 

„Familien-Bildung baut Brücken“: Familienfest am Samstag, 12. September ab 10 Uhr in der EFB im Wiesenhof

Mit einem Familiengottesdienst und einem Tag der offenen Tür startet die Ev. Familien-Bildungsstätte nach den Sommerferien in das neue Programmjahr. Unter dem Motto „Familien-Bildung baut Brücken“ gibt es am Samstag, 12. September ab 10 Uhr am Bildungszentrum im Wilhelmshavener Stadtteil Wiesenhof in der Feldmark 56 ein buntes Spektakel für Jung und Alt. Parallel dazu findet für Kinder und Erwachsene ein Flohmarkt statt. Zum Auftakt feiert Kreispfarrer Christian Scheuer einen Familiengottesdienst zum Thema „Brücken bauen“. Beim anschließenden Tag der offenen Tür können Kinder und Jugendliche Töpfern, Malen oder Bewegungsspiele kennen lernen. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen präsentiert sich und beim „Line dance” sind alle zum Mitmachen eingeladen. Daneben gibt es einen Computer-Workshop mit Infos zu Smartphones und Tablets für jedermann und eine Einführung in die kostenlose Software „Open Office“ ebenso wie Kinderschminken und ein Schachangebot für Kinder und Erwachsene. Eine Chi Gong-Gruppe führt einen Säbeltanz vor, eine Mitarbeiterin baut mit Kindern „Wutbälle“, mit denen sie ihre Aggressionen loswerden, ohne dass es blutige Nasen gibt. Die Keyboardschule zeigt, wie Kinder und Erwachsene einfach ein Instrument lernen können und „Mah-Jongg für Anfänger“ sorgt für rauchende Köpfe bei Kindern und Erwachsenen. Interessierte können bei einer „Nähaktion“ mit dem Familienzentrum West mitmachen, außerdem gibt es Live-Musik und verschiedene Vorführungen von Gruppen und Initiativen. Schnupperangebote rund um das neue Programmangebot der Familien-Bildungsstätte für Jung und Alt laden zum Zuschauen und Mitmachen ein und jede Menge Überraschungsaktionen sorgen für einen Tag mit Begegnung ohne Langeweile. Darüber hinaus informieren zahlreiche Kinder- und familienbezogene Institutionen über ihre Arbeit. Kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack sorgen für das leibliche Wohl. Weitere Informationen unter (04421) 320 16.

Im neuen Programmheft finden sich mehr als 1.000 Veranstaltungen.

Familien-Bildung baut Brücken lautet das Motto des neuen Jahresprogramms 2015/16 der Evangelischen Familien-Bildungsstätte. Farbenfroh und übersichtlich zeigt sich das neue Programmheft. 12.000 Exemplare sind gerade druckfrisch für die Stadt Wilhelmshaven und den Landkreis Friesland erschienen. Im handlichen Querformat und farblich nach Fachbereichen getrennt, sind die Kurse leicht zu finden, und das trotz einer Fundgrube mit über 1.000 interessanten Angeboten. „Sie richten sich an alle Familien und Erwachsenen, egal, ob aus der Stadt Wilhelmshaven oder dem Landkreis Friesland, ob evangelisch, katholisch oder ohne Religionszugehörigkeit“, sagt EFB- Leiter Rüdiger Schaarschmidt. Einige Kurse starten bereits in den Sommerferien, der größte Teil jedoch erst nach den Sommerferien im September.

Ein Ort der frühkindlichen Bildung und Stärkung der Familien sind die zahlreichen Eltern-Kind-Gruppen und die Kurse im ersten Lebensjahr nach dem Konzept von DELFI und PEKiP. Dort liegt einer der Schwerpunkte der EFB. Dazu gehören auch Themen rund um die Geburt und die ersten Lebensjahre: Hier gibt es neben Schwimmen für Schwangere und Babyschwimmen „FitdankBaby“ für Mütter mit ihren Babys, das Eltern-Kind-Turnen und dem Musikgarten viele neue Angebote.

Musik wird für Erwachsene ebenso wie für Kinder angeboten. Dazu gehören Gitarre, Klavier und Akkordeon ebenso wie Blockflöte, Cajon, Gesang und Stimmbildung. Die Kurse zur musikalischen Früherziehung wecken ab dem Babyalter gezielt die Lust auf Musik.

Die steigende Anzahl älterer Menschen schlägt sich auch im Programm nieder. Die Angebote für Ältere sind deshalb ebenso zahlreicher wie bunter geworden. Ein politischer Gesprächskreis befasst sich mit aktuellen Themen der Lokal-, Landes- und Bundespolitik, Angehörige lernen neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz kennen und zahlreiche neue EDV-Kurse helfen Älteren bei einem leichten Einstieg in die für sie neuen Möglichkeiten im altersgerechten Tempo.

Bei den aktuellen Reihen der Akademie am Vormittag für Erwachsene geht es um „Randfiguren aus der Bibel“ einerseits und um einen Ausflug in den Bibel-Zoo: Hier werden verschiedene Tiere aus dem Alten und Neuen Testament in ihrer Bedeutung für Glaube und Theologie vorgestellt. Die „Akademie am Abend“ hat unter dem Thema „typisch evangelisch - typisch katholisch“ einen ökumenischen Schwerpunkt. „Mit dieser Reihe nehmen wir bereits das Reformationsjubiläum im Herbst 2017 in den Blick“, sagt Rüdiger Schaarschmidt. Darüber hinaus gibt es im Themenfeld Glaube und Leben einen neuen „Gesprächskreis kritischer Christen“ und einen Abend mit Bischof Jan Janssen zur Jahreslosung 2016 unter dem Motto „Trost wie bei Muttern“.

Wer sich gerne bewegt, kann dies demnächst beim AIKIDO für Anfänger tun, andere tun dies beim Zumba zu lateinamerikanischen Rhythmen, bei Line Dance oder den verschiedenen Gymnastiksparten wie zum Beispiel Pilates. Bei der „Tee-ologie für Neugierige“ erfahren sie an einem Abend alles rund um den grünen Tee oder können bei der „kreativen Schweißwerkstatt“ Individuelle Figuren und Gegenstände aus Schrott erstellen.

Mit Veranstaltungen von „Gewaltfreie Kommunikation“ für Eltern und andere Erwachse bis zu einem ökologischen Gesprächskreis sind weitere Kurse für Menschen aller Altersgruppen im Programm. Neben der Stadt Wilhelmshaven gibt es im Landkreis Friesland inzwischen dezentrale Angebote in Bockhorn, Jever, Sande, Roffhausen, Schortens, Varel, Wangerland Wangerooge und Zetel sowie in Horsten.

Die Bildungseinrichtung der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis hat im letzten Jahr mehr als 27.600 Unterrichtstunden erteilt und damit mehr als jemals zuvor. Zur besseren Planung erscheint das Programmheft vor den Sommerferien. Information und Anmeldung ist vormittags während der gesamten Sommerferien möglich. Das Heft liegt in den Gemeindehäusern in Friesland und Wilhelmshaven ebenso aus wie in Arztpraxen, Apotheken sowie öffentlichen Einrichtungen. Das Programm und weitere Informationen sind außerdem erhältlich direkt in der Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, Telefon (04421) 32016. Dort kann man sich schriftlich, telefonisch oder persönlich anmelden. Im Internet geht dies jederzeit online unter www.efb-friwhv.de. 

Ein gutes Miteinander, das ist das Ziel: Migrantencafé in Altengroden öffnet seine Türen

Klar haben wir in der Kirchengemeinde Altengroden am Rande mal mitbekommen, dass in unserem Stadtteil auch Asylbewerber leben. Wirklich bewusst geworden ist es mir und vielen anderen aber erst an einem Sonntag Ende des vergangenen Jahres, denn da kam plötzlich ein Ehepaar mit seinem Kind zu uns in den Gottesdienst", berichtet Professor Dr. Götz Strömsdörfer. Diese zufällige Begegnung war der Auslöser für ein neues Projekt, das die Integration von Migrantenfamilien in den Mittelpunkt rückt. Entstehen soll ein Café oder ein Treffpunkt im evangelischen Gemeindehaus im Wilhelmshavener Stadtteil Altengroden. Ein Name muss noch gefunden werden, doch auf den Namen kommt es schließlich nicht an. Verschiedene Institutionen und Gruppierungen aus der Stadtverwaltung und der evangelisch-oldenburgischen Kirche arbeiten dabei Hand in Hand, um Asylbewerbern eine schnellere Integration zu ermöglichen. Rainer Päsler von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe der Stadt Wilhelmshaven, Rüdiger Schaarschmidt, Leiter des evangelischen Familienbildungsstätte, Petra Meyer-Machtemes, Geschäftsführerin der Diakonie in Wilhelmshaven, Imke Diefenbach vom Familienzentrum West, Jörg Ratzmann, Mitarbeiter beim Familienzentrum, Dorothea-Katharina Herbst, Pastorin in Altengroden und Gemeindemitglied und Ideengeber für das Projekt Prof. Dr. Götz Strömsdörfer stellten das Projekt jetzt vor. Worauf es ankommt, das entdeckten die Gemeindemitglieder in der Kirchengemeinde Altengroden bereits bei der Begegnung kurz vor Weihnachten: Die Verständigung war sehr schwierig, das Ehepaar kam aus Albanien, der Vater sprach nur wenige Brocken Englisch. Seit kurzem lebten sie in Altengroden, einen Stadtteil, von dem aus die vier Familienzentren und andere Anlaufpunkte nur schwierig zu erreichen sind. Rund 300 Personen sind im vergangenen Jahr als Asylbewerber nach Wilhelmshaven gekommen, mindestens 500 werden in diesem Jahr noch erwartet, 70 Migranten leben derzeit in Altengroden, einem Stadtteil, in dem es etlichen Leerstand auf dem Wohnungsmarkt gibt. Deshalb wird hier auch mit weiterem verstärktem Zuzug gerechnet. Während die Menschen aus den unterschiedlichen Nationen auf das behördliche Verfahren warten, dürfen sie nicht arbeiten, sie haben aber auch keinen Anspruch auf Deutschunterricht. Und genau da ist der Knackpunkt. "Die Möglichkeit des Spracherwerbs ist unglaublich wichtig um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, deshalb wollen wir vor allem die Gelegenheit bieten, Deutsch zu lernen", sagt Rüdiger Schaarschmidt. Eine Integrationslotsin will den Sprachunterricht übernehmen. Was weiter angeboten wird, wird sich zeigen, denn das richtet sich nach dem Bedarf derjenigen, die das Café besuchen. Das Café soll aber ausdrücklich nicht nur Treffpunkt der Migranten werden, "wir wollen alle Bürger aus Altengroden von Anfang an mit einbinden", sagt Pastorin Herbst und verweist auf eine lange Tradition der Gemeinde in internationaler Ökumene. In diesen Tagen geht es los, das Café oder der Treffpunkt findet zunächst immer freitags von 11 bis 12.30 Uhr statt. Mehrsprachige Einladungen wurden verschickt, außerdem sind ausdrücklich auch die langjährigen Einwohner des Stadtteils eingeladen. Ein gutes Miteinander soll es geben, das ist das Ziel. "Das Gemeindehaus in Altengroden soll zur Keimzelle der Kommunikation werden", sagt Schaarschmidt und Meyer-Machtemes wirbt dafür, die Zuwanderung als Chance zu sehen und diese gemeinsam zu nutzen. Die Herausforderungen beim verstärkten Zuzug von Migranten sind schon jetzt deutlich zu spüren. In Wilhelmshaven geht man aktiv auf die Aufgaben zu. "Wir haben viele Ehrenamtliche, die hier wertvolle Arbeit leisten", sagt Päsler und berichtet von mindestens einem neuen Kursus zur Ausbildung von weiteren Integrationslotsen, der in Kürze starten soll. Das "Migrantencafé" in Altengroden soll zunächst in eine Probephase gehen. Rund 3.000 Euro sind nötig, um die Sachkosten abzudecken. Hier hoffen die Initiatoren noch auf Spenden.

Annette Kellin

Preis des GDF-Bürgerfonds an das Projekt „wellcome“: 3.000 Euro für ehrenamtliche Hilfe für Familien nach der Geburt

Eine freudige Überraschung erlebten wellcome-Teamleiterin Elke Stalze-Straus und der Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven, Rüdiger Schaarschmidt bei der Verleihung der Preise aus dem Bürgerfonds des Kraftwerksbetreibers GDF-Suez am Donnerstagabend in Wilhelmshaven: Das Projekt „wellcome- Hilfe für junge Familien nach der Geburt eines Kindes“ in Wilhelmshaven und Friesland war als einer der ersten unter den Preisträgern und erhielt die stolze Summe von 3.000 Euro.

In Trägerschaft der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven bietet wellcome seit knapp acht Jahren unbürokratisch Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Wie ein Engel kommt die ehrenamtliche Mitarbeiterin zur Familie und hilft wie sonst Familie und Nachbarn. „Mit dem Angebot von wellcome möchten wir dem Stress die Spitze nehmen und in dieser Übergangszeit Mütter entlasten“, sagt Elke Stalze-Straus. „Das ist eine tolle Unterstützung und Wertschätzung der Arbeit der Ehrenamtlichen und des ganzen wellcome-Teams“, freute sich Rüdiger Schaarschmidt.

Wer wellcome in Anspruch nehmen möchte oder als Ehrenamtliche bei wellcome mitarbeiten möchte wendet sich an: wellcome Wilhelmshaven-Friesland, Elke Stalze-Straus, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, 04421 758 680, friesland-wilhelmshaven@wellcome-online.de.

Ehrenamtliche Erziehungslotsen unterstützen Kinder und Eltern: Im 7. Jahr unterwegs für Familien in Wilhelmshaven

Marianne (Name geändert) unterstützt seit fünf Monaten eine Familie mit 3 Kindern. Das älteste ist drei Jahre alt, dann kommen die einjährigen Zwillinge. Der Vater arbeitet auswärts und ist von morgens 5 Uhr bis abends 19 Uhr unterwegs. Die Mutter arbeitet halbtags. Der Tipp kam vom Hausarzt: „Sie müssen sich dringend um Entlastung kümmern!“ Als Marianne in die Familie kam, machte die Mutter häufig einen abgehetzten Eindruck: „Für mich selbst habe ich überhaupt keine Zeit mehr.“ Jetzt holt die Lotsin die Zwillinge einmal in der Woche aus der Krippe ab, macht ihnen zuhause das Essen warm und spielt mit ihnen, so dass die Mutter an diesem Tag einmal nicht so von der Arbeit nach Hause hetzen muss. Mittlerweile sind die Kinder ein wenig älter, der Vater hat einen Arbeitsplatz in der Nähe und die Eltern sind wesentlich entspannter. Die Mutter freut sich: „Unsere Lotsin ist zu einem Familienmitglied geworden, dass uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Hoffentlich bleibt der Kontakt auch nach dem Einsatz erhalten ".

Mit offenen Ohren und etwa drei Stunden Zeit in der Woche in eine Familie gehen, hören, wo Unterstützung gebraucht wird und dann tatkräftig zupacken: Das ist das Aufgabenfeld ehrenamtlicher Erziehungslotsen. Die Erziehungslotsen gehen zu Familien, in denen es zurzeit nicht glatt läuft. Wo die Familien genau Unterstützung brauchen, ist unterschiedlich: die Betreuung des älteren Geschwisterkindes, während die Mutter mit dem jüngeren Termine wahrnimmt, Ansprechpartner sein für alle Kinder oder mit den kleineren Geschwistern spielen, während die Mutter mit dem älteren die Hausaufgaben macht.

Peter, ebenfalls Erziehungslotse, hat mit dem 7jährigen Sohn seiner „Einsatzfamilie“ Fahrradfahren und richtiges Verhalten im Straßenverkehr geübt. Im Frühjahr wird Peter den Jungen zum Schwimmkurs begleiten. Im Hort hat der Junge den Lotsen mit stolzgeschwellter Brust als „mein Opa" vorgestellt. Die Lotsin Elke kümmert sich um einen Jungen, der bei taubstummen Eltern aufwächst. In der Schule hat er Probleme mit dem Sprachverständnis und kann nicht gut lesen. Elke übt jetzt Diktate mit ihm, damit er den Anschluss in der Schule nicht verliert. Die Mutter ist glücklich über diese Hilfe, die sie selbst nicht leisten kann.
Manchmal geht es beim Einsatz der Erziehungslotsen auch darum, Ordnung ins Behördenchaos zu bringen - oder gemeinsam mit der Familie den Haushalt neu zu organisieren. Die Einsätze sind immer zeitlich begrenzt, und die Familien sollen in dieser Zeit lernen, wie es anschließend auch ohne Lotsen weitergeht. Viele der von Erziehungslotsen betreuten Kinder sind im Kindergartenalter: Jüngere Kinder bis zum ersten Lebensjahr werden durch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von „wellcome“ begleitet. Dort übernehmen sie ähnliche Aufgaben wie es Großeltern tun würden, wenn sie vor Ort wären. Sie unterstützen junge Eltern bei der Suche nach sinnvollen Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder, helfen Eltern, Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen oder unternehmen etwas Schönes  mit den Kindern, damit Eltern mal Zeit für sich haben.

Karin begleitet eine Mutter von Drillingen zum Eltern-Kind-Turnen. Ohne die Erziehungslotsin Karin könnte die Mutter mit ihren Kindern dort nicht hin: Allein ist sie überfordert, drei Kindern gleichzeitig die erforderliche Hilfestellung beim Turnen zu geben. In den Ferien unternimmt Karin mit den Drillingen und ihrer Mutter andere Dinge, die vor allem den Kindern Spaß machen. Daneben haben die Erziehungslotsen immer auch ein offenes Ohr für Erziehungsfragen, wie sie bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter häufig auftauchen.

Um auf diese Aufgaben gut vorbereitet zu sein, nehmen die Ehrenamtlichen an einer kostenlosen Schulung teil. Dabei geht es um Fragen zur Erziehung, um Konflikte, Kommunikation und interkulturelle Kompetenz. Außerdem gibt es praktische Anregungen in den Bereichen Lernen, Spielen oder Alltagsorganisation.

Während ihrer Tätigkeit werden die ehrenamtlichen Erziehungslotsen durch das FAKIS unterstützt. „Auch die Ehrenamtlichen brauchen in schwierigen Situationen Beratung, wie sie handeln können und welche Möglichkeiten es für die Familie gibt“, sagt Waltraud Sprauer, die als Diplom-Pädagogin das Projekt im FAKIS begleitet. „Daneben schaffen wir den Erziehungslotsen durch regelmäßige Treffen ein Forum, um sich über die Tätigkeit auszutauschen.“ Der Zuspruch der Familien ist es, was die Ehrenamtlichen antreibt. Sie wollen den Menschen etwas zurückgeben, weil sie selbst „Glück im Leben“ gehabt haben, sagt eine Ehrenamtliche. „Gerade, wenn die eigenen Kinder groß sind, haben viele Menschen einen reichen Erfahrungsschatz, von dem andere Familien profitieren können“, sagt Waltraud Sprauer.

In Wilhelmshaven gibt es die ehrenamtlichen Erziehungslotsen inzwischen im 7. Jahr. Beispielhaft ist hier die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt. Während sich die Familien-Bildungsstätte als Projektträger um die Ausbildung der Ehrenamtlichen kümmert und dafür um Sponsorengelder wirbt, finanziert das Jugendamt die Begleitung der Erziehungslotsen im Einsatz.

Inzwischen sind 18 ausgebildete Ehrenamtlichen im Einsatz bei Wilhelmshavener Familien, und zwar lebenspraktisch und unbürokratisch genau da, wo die Hilfe gebraucht wird. Dabei ersetzen die ehrenamtlichen Erziehungslotsen keineswegs die Arbeit von Beratungsstellen oder der Jugendhilfe, sondern sie haben vor allem erst einmal Zeit für die Familien und ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte. Dann wird gemeinsam überlegt, wie es weitergehen kann. „Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der Erziehungslotsen in den Familien in Wilhelmshaven ist die Einbindung in das bestehende Netzwerk früher Hilfen in der Stadt“, sagt Waltraud Sprauer. „Die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialdienst sowie den Schulen und Kindertagesstätten hat sich bewährt.“ Außerdem ist der Einsatz der Erziehungslotsen immer Hilfe zur Selbsthilfe und ist deshalb auf ein Jahr befristet.

Wer sich für diese Tätigkeit interessiert oder die Unterstützung durch einen Erziehungslotsen wünscht, kann sich im FAKIS in der Heppenser Straße 29 melden. Weitere Informationen unter (04421) 7543422.

Engel in der Bibel und im christlichen Leben: Akademie am Vormittag beginnt am 26. Januar in der Christus- und Garnisonkirche

Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ startet die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven ins neue Jahr. Unter dem Titel „Engel in der Bibel und im christlichen Leben“ beleuchten die Referenten immer montags von 9.30 – 11.30 Uhr ein Phänomen, das nicht nur in der Advents- und Weihnachtszeit besonders im Blick ist.

Denn Engel sind im Trend. Sie sind nicht nur ein beliebtes Motiv in der Werbung, regelmäßig sind sie in Filmen zu sehen, gern werden kleine Engelfiguren verschenkt, in zahlreichen Kinderbüchern tauchen Engel auf, und für Erwachsene gibt es sogenannte „Engel-Ratgeberliteratur“. In der Esoterik werden Engel vor allem als Quelle der Kraft, des persönlichen Schutzes und als Helfer einer ganzheitlichen Heilung gesehen. In den christlichen Kirchen heute spielen Engel in der Verkündigung kaum eine Rolle. Dennoch erfährt der Glaube an sie auch unter Christen einen ungeahnten Zuspruch. Die „Akademie am Vormittag“ spürt Engel in der Bibel ebenso auf wie in der Musik und im Alltag, um so Hilfe für einen eigenen Zugang aus christlicher Sicht anzubieten. Nach einer Einführung in das Thema besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion.

Zum Auftakt am 26. Januar untersucht Pfarrer Dr. Oliver Dürr das Alte Testament nach Engelgeschichten und Bildern. Die biblischen Texte dort verarbeiten oft ältere religionsgeschichtliche Vorstellungen. Dabei geht es auch um die Frage, warum eine Religion, die an den einen Gott glaubt, überhaupt Engel braucht.
Eine Woche später am 2. Februar geht es um die „Die Bedeutung der Engel bei C.G. Jung“. Seine Psychologie ist gekennzeichnet vor allem durch ihre positive Zugangsweise zu Religion, Mythologie und Philosophie. Jungs Theorie zur Vorstellung des kollektiven Unbewussten unterscheidet sich an dieser Stelle von allen anderen psychologischen Systemen: So sind für C.G. Jung Engel „Boten“, „Übermittler unbewusster Inhalte, die sich zu Wort melden“. Sie geben z.B. tiefe Geborgenheit, vermitteln Schutz und beruhigen tief sitzende Ängste. Der Engel ist ein archetypisches Bild, das wir nicht mit unserem Bewusstsein erfassen, seine Wirksamkeit aber erfahren und erspüren können. An diesem Vormittag mit Klinikpfarrer Bernd Mehler geht es um eine kurze Einführung in das Denken C.G. Jungs, seine Interpretation der Engel und um ihre Bedeutung für ein gelungenes Leben.

Im Mittelpunkt des Vormittags mit Pfarrer Bernhard Busemann am Montag, 9. Februar stehen die „Engel im Neuen Testament“. Wenn dort ein Engel erscheint, hat Gott den Menschen etwas zu sagen. Zum Beispiel, wenn in der Weihnachtsgeschichte ein Engel den Hirten begegnet. Auch an anderen Stellen des Neuen Testaments wird von Engeln berichtet: von Michael in der Offenbarung oder in den Paulus-Briefen. Sie alle haben eine Aufgabe. Welche, darum geht es an diesem Vormittag.

Am 16. Februar ist der Heppenser Pfarrer Nico Szameitat bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihm geht es um „Engel in der Musik“. Denn die Engel durchschwirren quasi das Evangelische Gesangbuch und noch heute schreiben Liedermacher Engellieder. Auch in der großen Kirchenmusik haben die Engel ihren Platz: So hat J.S. Bach drei Engelkantaten geschrieben. Von alle dem ist an diesem Vormittag mit vielen Musikbeispielen und gemeinsamem Singen zu hören.

Die „Sterbebegleitung im Hospiz steht im Mittelpunkt der Veranstaltung am 23. Februar mit Enno Ehlers, ehemaliger Pfarrer in Fedderwarden und im Hospiz in Jever. In der Begleitung Sterbender kommen unterschiedliche Menschen zum Einsatz: Pflegekräfte, Ärzte, Seelsorger/innen und viele ehrenamtliche Mitarbeitende. Den „Gästen“ wird durch eine sehr qualifizierte Pflege und durch die Schmerztherapie viel Leid erspart. Die Ehrenamtlichen und viele Angehörige nehmen sich Zeit, hören zu und ermutigen durch ihr Dasein. Am Ende eines Lebensweges können diese Begleiter auf eine ganz persönliche Weise zum Engel werden. An diesem Vormittag geht es um die Erfahrungen eines Seelsorgers im Hospiz in Jever, im Gespräch mit Angehörigen und Pflegekräften, um ihre Motivation ebenso wie ihre belastenden und beglückenden Erfahrungen. 

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum Thema „Kreuz oder Engel - Wie vertragen sich Engel mit einer aufgeklärten Theologie?“ am Montag, 2. März mit Pfarrer Frank Morgenstern von der Christus-und Garnisonkirche. Das Kreuz ist das zentrale christliche Symbol. Zugleich ist es für manche Menschen problematisch - als ein Folterwerkzeug! Eignen sich Engelvorstellungen dazu, den Sterbenden am Kreuz weich zu zeichnen, oder bilden Engel eine Alternative zur herben Kreuzestheologie? An diesem Vormittag wird der Frage der „Theologieverträglichkeit“ von Engeln nachgegangen.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden statt im Gemeindehaus der Christuskirche am Kirchplatz 1 in Wilhelmshaven. Die Teilnahme ist kostenfrei. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte unter (04421) 32016 oder www.efb-friwhv.de.

Der kleine Katechismus Martin Luthers: "Akademie am Vormittag“ ab 10. November in der Friedenskirche

Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ geht die Ev. Familien-Bildungsstätte erste Schritte auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017. Das Gelingen der Reformation vor 500 Jahren hing entscheidend davon ab, ob es gelang, die neuen Erkenntnisse einer größeren Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln. Martin Luther entschloss sich deshalb, für die Einübung des christlichen Glaubens einen Katechismus zu schreiben. Es entstand der „Kleine Katechismus" für das Volk. Dies war der Beginn des ersten, breit angelegten religionspädagogischen Bildungsprozesses. Entsprechend war die erste Ausgabe als Plakat zum Aushang in Kirchen und Schulen gestaltet. Die Kernstücke des Glaubens - die 10 Gebote, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser, die Taufe, das Abendmahl, die Beichte - diese „Hauptstücke" hat Luther in knappen Sätzen anhand zentraler biblischer Zitate als Frage und Antwort formuliert.

Unter dem Titel „Der kleine Katechismus Martin Luthers“ gehen die Referenten der „Akademie am Vormittag“ ab dem 10. November immer montags um 9.30 Uhr in der Friedenskirche im Wilhelmshavener Stadtnorden die einzelnen Texte und Themen dieser zentralen Schrift des Reformators durch. Dabei greifen sie die dazugehörigen Gedanken Martin Luthers auf und versuchen zugleich, diese in unsere heutige Gedanken- und Erfahrungswelt zu übersetzen. Nach einer Einführung in das Thema besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion.

Zum Auftakt am 10. November geht der Wiefelsteder Pastor Dr. Tim Unger nach einer kurzen Einführung in den kleinen Katechismus auf das sogenannte „erste Hauptstück“, die zehn Gebote ein. Am 17. November hat Kai Wessels, Pastor in der Friedenskirche in Fedderwardergroden quasi ein „Heimspiel“, wenn er sich das „zweite Hauptstück“, „Der Glaube, das Glaubensbekenntnis“ vornimmt. Am 24. November ist Pastor Thorsten Harland aus Jever bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihm geht es um „Das dritte Hauptstück: Das Vaterunser“. Am Montag darauf, am 1. Dezember nimmt sich Kreispfarrer Christian Scheuer „Das vierte Hauptstück: Das Sakrament der heiligen Taufe“ vor.

Eine Woche später am 8. Dezember steht dann „Das fünfte Hauptstück: das heilige Abendmahl“ im Mittelpunkt. Referent ist dann Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick, Pastor in Fedderwarden.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum Thema „Vom Amt der Schlüssel und der Beichte“ mit Pastor Johannes Rieper aus Varel am 15. Dezember.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Gemeindehaus der Friedenskirche im Wilhelmshavener Stadtteil Fedderwardergroden statt. Information und Anmeldung bei der Familien-Bildungsstätte unter (04421) 32016 oder www.efb-friwhv.de.

In der Passionszeit 2015 im nächsten Frühjahr wird die Reihe in Jever erneut angeboten.

Letzter Sommertag in diesem Jahr sorgte für heitere Stimmung: rund 3.000 große und kleine Besucher feierten in der Ev. Familien-Bildungsstätte den Weltkindertag

Der Sommer dreht über Wilhelmshaven seine letzte Runde und so trug ein strahlend blauer Himmel mit dazu bei, dass der „Tag der Offenen Tür“ der Ev. Familien-Bildungsstätte zu einem ungetrübten, bunten Spektakel wurde. Rund 3.000 Besucher aus Wilhelmshaven und Friesland feierten am letzten Samstag Sonntag im Bildungszentrum im Wiesenhof ein fröhliches Fest der Generationen. „Die müssen einen besonders guten Draht nach oben haben“, meinten einige Besucher angesichts des Wetters. Andere staunten, „sind hier immer so viele Leute?“.

Bei einer Vielzahl von Kreativ- und Spielangeboten für Kinder und Erwachsene konnten Jung und Alt erleben, wie bunt das Spektrum der Angebote und Möglichkeiten in der Bildungsstätte ist. Dazu gehörten Kreativ- und Bastelangebote ebenso wie Mah-Jongg zum Kennenlernen und Mitspielen, Englisch für Kinder und Erwachsene sowie der eine Hundequadrille des Polizei- Schutz- und Gebrauchshunde Sportvereins Wilhelmshaven.

Zahlreiche Informationsstände von den Familienzentren Ost und West über das Familien-und Kinderservicebüros und der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind bis zum Kinderspielhaus Moselstraße und zum Projekt „Wellcome“ klärten über die verschiedenen Bereiche des Zusammenlebens mit Kindern auf. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen war mit Wasserspielen ebenso dabei wie die Polizei mit ihrem Einsatzbus. Daneben gab es Informationen zu Seminaren und Programmbereichen, wie zum Beispiel zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen oder alten Handwerkstechniken. Livemusik mit dem Gitarristen Karsten Hoeft und Kindern und Jugendlichen der Keyboard- und Klavierschule der Familien-Bildungsstätte unter Leitung von Barbara Kallee sorgten für heitere Stimmung.

Wilhelmshavens Bürgermeister Holger Barkowsky zeigte sich begeistert über die Vielzahl vor allem junger Familien, die fröhliche Stimmung und die zahlreichen Angebote für Kinder und Erwachsene. Der Straßenflohmarkt für Kinder und Erwachsene war wieder einmal restlos ausgebucht und Kreispfarrer Christian Scheuer war begeistert über den großen Zuspruch: In diesem Jahr war das Interesse der Besucher aus dem Landkreis Friesland besonders groß, vermutlich eine Folge der Ausweitung der Aktivitäten der Bildungsstätte auf den Landkreis Friesland vor einigen Jahren. Zum Gelingen bei trug ganz wesentlich das ehrenamtliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Freunde der Familien-Bildungsstätte sowie des Fördervereins: „Mehr als 70 große und kleine Menschen haben uns diesmal geholfen. Ohne diese helfenden Hände könnten wir einpacken. Das ist ein ganz großer Schatz für unsere Arbeit, der uns Mut macht“, zog Rüdiger Schaarschmidt ein positives Resümee.  

„Spielräume für Groß und Klein“ am Samstag, 20. September: Familienfest zum Weltkindertag in der Ev. Familien-Bildungsstätte

Mit einem Familienfest zum Weltkindertag und einem Tag der offenen Tür startet die Ev. Familien-Bildungsstätte nach den Sommerferien in das neue Programmjahr. Nach dem Motto „Spielräume für Groß und Klein“ gibt es am Samstag, 20. September ab 10 Uhr am Bildungszentrum im Wilhelmshavener Stadtteil Wiesenhof in der Feldmark 56 ein buntes Spektakel für Jung und Alt. Parallel dazu findet für Kinder und Erwachsene ein Flohmarkt statt.

Beim Tag der offenen Tür können Kinder und Jugendliche Töpfern, Malen oder Bewegungsspiele kennen lernen. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen präsentiert sich und beim Frisurenflechten sind alle zum Mitmachen eingeladen. Daneben gibt es eine Hunde-Quadrille des Polizei- Schutz- und Gebrauchshunde Sportvereins Wilhelmshaven ebenso wie einen Schminkstand, die Keyboardschule zeigt, wie Kinder und Erwachsene einfach ein Instrument lernen können und „Mah-Jongg für Anfänger“ sorgt für rauchende Köpfe bei Kindern und Erwachsenen. Interessierte können Übungen aus dem Tai Chi kennen lernen und es gibt ein Memory und weitere Spiele zum Thema „Nachhaltigkeit“. Live-Musik gibt es ebenso wie verschiedene Vorführungen von Gruppen und Initiativen. Schnupperangebote rund um das neue Programmangebot der Familien-Bildungsstätte für Jung und Alt laden zum Zuschauen und Mitmachen ein und jede Menge Überraschungsaktionen sorgen für einen Tag mit Begegnung ohne Langeweile. Darüber hinaus informieren zahlreiche Kinder- und familienbezogene Institutionen über ihre Arbeit. Kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geschmack sorgen für das leibliche Wohl. Weitere Informationen unter (04421) 320 16.

Familienbildung: mehr als Sie glauben - Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven präsentiert Programm 2014-2015 Mehr als 1.000 Angebote für alle Generationen

Unter dem Motto "Familienbildung: mehr als Sie glauben" erscheint in diesen Tagen das neue Programm 2014-2015 der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven. Innen und außen in Farbe und übersichtlich gegliedert erleichtert das neue Gestaltungskonzept das Suchen und Finden der Angebote. Was auf den ersten Blick wie eine bunte Mischung daher kommt, fügt sich in Seminaren und Veranstaltungen zu einem umfassenden und vielfältigen Angebot für Kinder, Familien und Erwachsene in Friesland und Wilhelmshaven, vom Säugling bis ins hohe Lebensalter. Mit Freude an Bildung und Begegnung, an Austausch und kreativem Tun, mit viel Spaß und Kompetenz wollen die Seminare Jung und Alt, Groß und Klein, Familien und Einzelpersonen in allen Lebenslagen unterstützen und begleiten.

"Kinder stark machen für das Leben, die Erziehungskompetenz der Eltern fördern und Familien Mut machen, diesen Herausforderungen stellen wir uns täglich neu und tun das gerne", sagte Rüdiger Schaarschmidt bei der Vorstellung des neuen Programms. "Auch für Erwachsene in den Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen einerseits sowie anderen Einrichtungen und Gruppen insgesamt haben wir ein umfassendes Bildungspaket zusammengestellt." Neben Wissenswertem für Eltern, Großeltern und Erwachsene liegt ein Schwerpunkt bei den Kursen für Eltern und Kinder von der Geburt bis in Jugendalter. Neu ist hier beispielsweise der Hundetraining-Workshop für Kinder, Selbstbehauptungs-Workshops für Mädchen und junge Frauen, Seminare, die zeigen, wie Erwachsene (ihre) Kinder vor Gewalt schützen können, das Bogenschießen für Väter und Kinder, Mah-Jongg für Kinder und ein "Gesprächskreis für werdende Großeltern". Grundschulkinder können demnächst auf Englisch oder Spanisch Singen und Spielen während Mütter und Väter ebenso wie Mädchen Haare flechten lernen können.

Die steigende Anzahl älterer Menschen schlägt sich auch im Programm nieder. Die Angebote für Ältere sind deshalb sowohl zahlreicher als auch bunter geworden. Neu für Ältere gibt es zum Beispiel einen politischen Gesprächskreis zu aktuellen Themen, Musizieren für Ältere, ein Seminar "alte Spiele-neu entdeckt und gestaltet" und den "Workshop Biografiearbeit" am Wochenende.

Wer sich gerne bewegt, kann dies demnächst beim Salsa-Workshop tun, andere können bei der Tee-ologie für Neugierige an einem Abend alles rund um den Tee erfahren und verkosten oder unter dem Motto "Frankreichs Regionen entdecken" mehrere informative und kulinarische Reisen am Wochenende erleben. 

In der Reihe "Akademie am Vormittag" steht der kleine Katechismus Martin Luthers im Mittelpunkt, bei einer zweiten Reihe der Akademie geht es um "Engel in der Bibel und im christlichen Leben".

Besonderen Wert legt die Familien-Bildungsstätte auf ein umfangreiches Fortbildungsangebot für Eltern und Pädagoginnen in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie den Familienzentren und dem Familien-und Kinderservicebüro. Dazu gehört eine Reihe zum "Tübinger Orthografie Programm" ebenso wie der Methoden-Workshop "Bewegtes und anschauliches Lernen", die "Sprachförderung durch Bewegung" oder der Grundkurs "Moderation von Gruppen". Eine Buchhändlerin stellt "neue Bücher für Kinder zum Vorlesen und ersten Selberlesen" vor, während es in einem sehr praktischen Seminar um die "Grundlagen der Aufsichtspflicht in der Arbeit mit Kindern" geht. Workshops zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie zu Pressefotos runden das Angebot auch für Mitarbeitende in Kirchengemeinden, Werken und Einrichtungen ab. Damit will sich die Familien-Bildungsstätte auch als kirchlicher Weiterbildungsträger in der Region profilieren.

Mit Veranstaltungen von der Geburtsvorbereitung bis zur Seniorengymnastik sind weitere Kurse für Menschen aller Altersgruppen im Programm. Das Heft enthält auch Kooperationsveranstaltungen mit der Ev. Erwachsenenbildung Niedersachsen. Neben der Stadt Wilhelmshaven gibt es im Landkreis Friesland inzwischen dezentrale Angebote in Bockhorn, Jever, Sande, Schortens, Varel, Wangerland Wangerooge und Zetel sowie in Horsten. Die Bildungseinrichtung der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis hat im letzten Jahr mehr als 22.300 Unterrichtstunden erteilt und damit mehr als jemals zuvor.

Die mehr als 1.000 Angebote richten sich an alle Menschen, unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit. Zur besseren Planung erscheint das Programmheft wieder vor den Sommerferien. Information und Anmeldung ist vormittags während der gesamten Sommerferien möglich. Das Heft liegt in den Gemeindehäusern in Friesland und Wilhelmshaven ebenso aus wie in Arztpraxen, Apotheken sowie öffentlichen Einrichtungen. Das Programm und weitere Informationen sind außerdem erhältlich direkt in der Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, Telefon (04421) 32016. Dort kann man sich schriftlich, telefonisch oder persönlich anmelden. Im Internet geht dies jederzeit online unter www.efb-friwhv.de.

Neue Räume für DELFI-Kurse in der Christus- und Garnisonkirche

Die Kleinkindkurse nach dem DELFI Konzept finden jetzt im Gemeindehaus der Christus- und Garnisonkirche statt. Nach einer grundlegenden Renovierung der Jugendräume der Gemeinde können sich Eltern mit ihren Babys dort jetzt in einem ansprechenden Umfeld treffen. Nicola Jacobi, Fachbereichsleiterin Eltern und Erziehung der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven freut sich deshalb auf die neue pädagogische Außenstelle in der Südstadt. „Und wir freuen uns auf die noch intensivere Zusammenarbeit mit der Familien-Bildungsstätte“, betonte Pastor Bernhard Busemann bei der Eröffnung der neuen Kurse. „Das tut unserem Gemeindeleben sehr gut, dass sich die Kleinsten und ihre Eltern jetzt hier bei uns im Gemeindehaus treffen.“ Jugendliche der Kirchengemeinde hatten den neuen Raum kreativ gestaltet und können ihn nachmittags und abends weiterhin nutzen. Am Vormittag wird sich DELFI-Kursleiterin Petra Busemann intensiv um die Eltern Kind Gruppen kümmern. Auf dem Bild freuen sich (von links) vorne Pastor Bernhard Busemann, DELFI-Leiterin Petra Busemann und Nicola Jacobi von der Familien-Bildungsstätte mit den Kursteilnehmerinnen Mirja Rogat mit Ben, Irina Scholübbers mit Lenno und Corinna Heimbuch mit Pepa.

Nähere Informationen zu Kursen und Terminen bei der Familien-Bildungsstätte unter (04421) 32016 oder unter www.efb-friwhv.de.

"Familiengeschichten der Bibel“ in Jever: Start der „Akademie am Vormittag“ am 10. März

Das berühmte Rembrandt-Bild „Die Heimkehr des verlorenen Sohnes“ entstand in der Mitte des 17. Jahrhunderts und drückt eine große Innigkeit zwischen Vater und Sohn aus. Um deren Beziehung geht es beim Vortrag von Kreispfarrer Christian Scheuer am 31. März.Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ startet die Ev. Kirchengemeinde Jever zusammen mit der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in die Fastenzeit. Unter dem Titel „Beziehungs-Weise: Familiengeschichten in der Bibel“ fragen die Referenten immer montags um 9.30 Uhr bei ausgewählten biblischen Familien und Teilfamilien nach und laden so zu einer Beziehungsreise durch das Leben der Menschen ein.

Auch wenn im gesellschaftlichen Denken das Modell der Familie als Lebensgemeinschaft scheinbar ausgedient hat, wünschen sich heute viele, auch gerade junge Menschen eine sogenannte „heile Familie". Doch immer wieder erschüttern Konflikte und Lebenskrisen den Zusammenhalt und machen das Miteinander schwer. Da stellt sich die Frage: Ist das in der Bibel anders? Die „Akademie am Vormittag“ macht bei ihrem Gang durch das Alte und Neue Testament Halt und Halt an sechs Stationen und beleuchtet beispielhaft einige Familiengeschichten. Nach einer Einführung in das Thema besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion.

Zum Auftakt am 10. März nimmt sich die ehemalige Pastorin Ursula Plote aus der Wilhelmshavener Kirchengemeinde Bant die Geschichte von Josef und seinen Brüdern aus dem 1. Buch Mose vor. Eine Woche später am 17. März stehen dann David und Batseba im Mittelpunkt, unter dem Motto, „Was nun Herr König?“ Referent ist dann der Wiefelsteder Pastor Dr. Tim Unger. Am 24. März ist Pastor Holger Harrack aus Jever bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihm geht es um das spannende Verhältnis von Schwiegermutter und Schwiegertochter. Grundlage ist eine Geschichte aus dem Buch Ruth im Alten Testament.

Der „Vater und seine Söhne“ stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 31. März mit Kreispfarrer Christian Scheuer, oft auch verkürzt bezeichnet als „Geschichte vom verlorenen Sohn“. Fortgesetzt wird die Reihe am Montag, 7. April mit einem Vortrag der Schortenser Pastorin Imke Hinrichs. Ihr Thema ist die Geschichte von Simeon und Hannah aus dem Anfang des Lukasevangeliums. Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum Thema „Mutter und Sohn“ mit Kai Wessels, Pastor in der Friedenskirche in Fedderwardergroden zu Beginn der Karwoche am 14. April. Er wird sich mit verschiedenen Geschichten von Maria und Jesus befassen.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus Am Kirchplatz in Jever statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016.

Kleine Feste mit großer Bedeutung: Akademie am Vormittag beginnt am 20. Januar in der Christus- und Garnisonkirche

Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ startet die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven ins neue Jahr. Unter dem Titel „Kleine Feste mit großer Bedeutung“ nehmen die Referenten immer montags von 9.30 – 11.30 Uhr ein besonderes Fest in den Blick und laden so zu einer Reise durch den kleinen Festkreis im Kirchenjahr ein.

Das Kirchenjahr beschreibt die Reihe der christlichen Fest- und Sonntage über das Jahr hinweg. Anders als das Kalenderjahr beginnt es nicht mit dem ersten Januar, sondern mit dem ersten Adventssonntag. Neben den großen Festen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Reformation) gibt es eine Reihe anderer kleiner Feste, die im Gottesdienst- und Gemeindeleben oft eine große Rolle spielen. Die Reihe der „Akademie am Vormittag“ macht bei ihrem Gang durch das Kirchenjahr bei diesen Festen Station, versucht deren theologische Wurzeln herauszuarbeiten und dabei aufzudecken, was das Kirchenjahr über den Glauben verrät. Nach einer Einführung besteht jeweils ausreichend Raum für Gespräch und Diskussion.

Zum Auftakt am 20. Januar nimmt Pastor Benno Gliemann, Studierendenseelsorger und Pastor an der Wilhelmshavener Lutherkirche das Fest „Christi Himmelfahrt“ in den Blick. Die Christen feiern das Fest bereits seit dem vierten Jahrhundert genau 40 Tage nach Ostern. Biblische Grundlage ist neben dem Markus- und Lukas-Evangelium das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Dort steht, dass der nach seiner Kreuzigung vom Tod auferstandene Jesus Christus vor den Augen seiner Jünger "aufgehoben" wurde. Eine Woche später am 27. Januar heisst der Referent Bernhard Busemann, Pastor an der Christus-und Garnisonkirche in Wilhelmshaven. Sein Thema ist der „Buß- und Bettag“, in der evangelischen Kirche ein Tag der Besinnung und Neuorientierung. Obwohl der Festtag im kirchlichen Leben der evangelischen Christen tief verankert ist, verlor er im Jahre 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung seinen gesetzlichen Schutz. Festgottesdienste zum Buß- und Bettag gibt es bereits seit 480 Jahren, seit Mitte des 19. Jahrhunderts liegt der Termin fest am Mittwoch zwischen Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag.

Am 3. Februar ist der frühere Jeveraner Pastor Volker Landig bei der Akademie am Vormittag zu Gast. Bei ihm geht es um „Trinitatis“, das Fest der Dreieinigkeit. Für die protestantischen Kirchen hat das Trinitatisfest eine besondere Bedeutung: Es wird oft als Fest des Glaubensbekenntnisses begangen und ist der Verehrung der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet: Gott-Vater, Sohn und  Heiliger Geist. Zugleich ist es auch der Beginn der Zeit im Kirchenjahr ohne große Feste. 

Das „Erntedankfest“ und seine Bedeutung für die Kirche stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 10. Februar mit Dr. Klaus-Michael Lemke-Paetznick, Pastor in Fedderwarden und Neuende. Erntedank wird in der evangelischen Kirche meist am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Im Mittelpunkt steht der Dank an Gott, den Schöpfer. Die Christen verstehen die Ernte in der Landwirtschaft als Zeichen des Segens Gottes, weil trotz menschlicher Bemühungen der Ertrag der Ernte doch unverfügbar ist. Fortgesetzt wird die Reihe am Montag, 17. Februar mit einem Vortrag von Frank Moritz, Pastor in der Kirchengemeinde Bant in Wilhelmshaven. Bei ihm steht das Epiphaniasfest im Mittelpunkt. Epiphanias ist das zweitälteste christliche Fest nach Ostern und wird am 6. Januar begangen. Das heute zentrale Festthema bildet die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland. Das Fest hat seinen Ursprung als Geburtsfest in Ägypten und ist noch heute das Weihnachtsfest der orthodoxen Christen.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum „Ewigkeitssonntag“ am Montag, 24. Februar mit Frank Morgenstern, Pastor an der Christus-und Garnisonkirche. An diesem Tag des Gedenkens an die Toten erinnern Lichter an Menschen, die gestorben sind und von anderen vermisst werden. Sie machen Mut zur Hoffnung: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Viele nennen den Sonntag deswegen anstatt Totensonntag auch Ewigkeitssonntag.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr im Gemeindehaus der Christus-und Garnisonkirche Am Kirchplatz 1 in Wilhelmshaven. Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte unter (04421) 32016 oder www.efb-friwhv.de.

Seit 5 Jahren im Einsatz: Ehrenamtliche Erziehungslotsen in Wilhelmshaven

Mit offenen Ohren und etwa drei Stunden Zeit in der Woche in eine Familie gehen, hören, wo Unterstützung gebraucht wird und dann tatkräftig zupacken: Das ist das Aufgabenfeld ehrenamtlicher Erziehungslotsen. Die Erziehungslotsen gehen zu Familien, in denen es zur Zeit nicht glatt läuft. Wo die Familien genau Unterstützung brauchen, das kann sehr unterschiedlich sein: die Betreuung des älteren Geschwisterkindes, während die Mutter mit dem jüngeren Termine wahrnimmt, Ansprechpartner sein für alle Kinder oder mit den kleineren Geschwistern spielen, während die Mutter mit dem älteren die Hausaufgaben macht. Manchmal geht es auch darum, Ordnung ins Behördenchaos zu bringen - oder gemeinsam mit der Familie den Haushalt neu zu organisieren. Die Einsätze sind immer zeitlich begrenzt, und die Familien sollen in dieser Zeit lernen, wie es anschließend auch ohne Erziehungslotsen weitergeht. Viele der von Erziehungslotsen betreuten Kinder sind im Kindergartenalter, da jüngere Kinder bis zum ersten Lebensjahr durch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von „wellcome“ begleitet werden. Dort übernehmen sie ähnliche Aufgaben wie es Großeltern tun würden, wenn sie vor Ort wären. Sie unterstützen junge Eltern bei der Suche nach sinnvollen Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder, helfen Eltern, Kontakte zu anderen Eltern zu knüpfen oder unternehmen etwas Schönes mit den Kindern, damit Eltern mal Zeit für sich haben. Oder sie haben ein offenes Ohr für Erziehungsfragen, wie sie bei Kindergartenkindern auftauchen können. Das FAKIS als Vermittlungsstelle für Erziehungslotsen wird von den Kindertagesstätten oft gerade dann empfohlen, wenn Eltern Probleme bei Erziehungsfragen haben oder auch einfach sehr erschöpft sind. Um auf diese Aufgaben gut vorbereitet zu sein, nehmen die Ehrenamtlichen an einer kostenfreien Schulung im Familien-und Kinderservicebüro Wilhelmshaven (FAKIS)im Umfang von etwa 40 Stunden teil. Dabei geht es um Fragen zur Erziehung, um Konflikte, Kommunikation und interkulturelle Kompetenz. Außerdem gibt es praktische Anregungen in den Bereichen Lernen, Spielen oder Alltagsorganisation. Auch während der Tätigkeit werden die Ehrenamtlichen durch das FAKIS unterstützt. „Auch die Ehrenamtlichen brauchen in schwierigen Situationen Beratung, wie sie handeln können und welche Möglichkeiten es für die Familie gibt“, so Waltraud Sprauer, die als Diplom-Pädagogin das Projekt im FAKIS begleitet. „Daneben schaffen wir den Erziehungslotsen durch regelmäßige Treffen ein Forum, um sich über die Tätigkeit auszutauschen.“ Der Zuspruch der Familien ist es, was die Ehrenamtlichen antreibt. Sie wollen den Menschen etwas zurückgeben, weil sie selbst „Glück im Leben“ gehabt haben, sagt eine Ehrenamtliche. „Gerade, wenn die eigenen Kinder groß sind, haben viele Menschen einen reichen Erfahrungsschatz, von dem andere Familien profitieren können“, sagt Waltraud Sprauer. In Wilhelmshaven gibt es die ehrenamtlichen Erziehungslotsen seit knapp fünf Jahren. Der bisherige Projektverlauf ist ein großer Erfolg: Alle bisher ausgebildeten Ehrenamtlichen haben schon mehrere Wilhelmshavener Familien unterstützt, und zwar lebenspraktisch und unbürokratisch, genau da, wo die Hilfe gebraucht wurde. Dabei ersetzen die ehrenamtlichen Erziehungslotsen nicht die Arbeit von Beratungsstellen oder der Jugendhilfe, sondern sie haben vor allem erst einmal Zeit für die Familien und ein offenes Ohr für die Sogen und Nöte. Und dann wird gemeinsam überlegt, wie es weitergehen kann. „Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz der Erziehungslotsen in den Familien in Wilhelmshaven ist die Einbindung in das bestehende Netwerk früher Hilfen in der Stadt“, sagt Waltraud Sprauer. „Die enge Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialdienst sowie den Schulen und Kindertagesstätten hat sich bewährt.“ Außerdem ist der Einsatz der Erziehungslotsen immer Hilfe zur Selbsthilfe und ist deshalb auf ein Jahr befristet. Im Herbst ist eine neue Schulung für Erziehungslotsen geplant. Wer sich für diese Tätigkeit interessiert oder die Unterstützung durch einen Erziehungslotsen wünscht, kann sich im FAKIS in der Heppenser Straße 29 melden. Weitere Informationen unter (04421) 7543422.

„Bildung ist bunt“ - Ev. Familien-Bildungsstätte präsentiert Programm 2013-2014 im neuen Format: Rund 1.000 Angebote schaffen Spielräume für alle Generationen

Friesland-Wilhelmshaven. Mit einem völlig veränderten Gesicht präsentiert sich das neue Programm 2013-2014 der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven. Innen und außen in Farbe und übersichtlich gegliedert erleichtert das neue Gestaltungskonzept das Suchen und Finden der Angebote.

Bunt und vielfältig wie das Leben, so ist auch das Programm der Ev. Familien-Bildungsstätte mit Angeboten in der Breite und Tiefe. Was auf den ersten Blick wie eine bunte Mischung daher kommt, fügt sich in Seminaren und Veranstaltungen zu einem umfassenden und vielfältigen Angebot für Kinder, Familien und Erwachsene in Friesland und Wilhelmshaven, vom Säugling bis ins hohe Lebensalter. Mit Freude an Bildung und Begegnung, an Austausch und kreativem Tun, mit viel Spaß und Kompetenz wollen die Seminare Jung und Alt, Groß und Klein, Familien und Einzelpersonen in allen Lebenslagen unterstützen und begleiten.

„Kinder entwicklungsgerecht unterstützen, die Erziehungskompetenz der Eltern fördern und Familien stärken, diesen Herausforderungen stellen wir uns täglich neu und wir tun das gerne“, sagte Rüdiger Schaarschmidt bei der Vorstellung des neuen Programms. „Auch für Erwachsene in den Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen einerseits sowie außerkirchlichen Einrichtungen und Gruppen andererseits haben wir ein umfassendes Bildungspaket zusammengestellt.“

Dabei ist das Angebot bunt und vielfältig, aber nicht beliebig. „Evangelische Bildung orientiert sich an Werten, die das menschliche und kulturelle Miteinander fördern, den Austausch von Menschen unterschiedlicher Denkrichtungen möglich machen und gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen und damit auch Verantwortung übernehmen“, sagte Schaarschmidt.

Neben Wissenswertem für Eltern, Großeltern und Erwachsene liegt ein Schwerpunkt bei den Kursen für Eltern und Kinder von der Geburt bis in Jugendalter. Neu ist hier beispielsweise „Wir wünschen uns einen Hund - Entscheidungshilfe für Eltern und Erwachsene“, ein offener Zwillings- und Mehrlingstreff für Eltern und Kinder, die Einführung in das Zustandekommen von Ebbe und Flut für Kinder und Erwachsene, ein Hollywood-Film-Workshop für Kinder ab 10 Jahren, ein Indischer Tanzworkshop für Kinder und Jugendliche und das „Elterncafé West“. Unter dem Motto „Hilfe, ich bin Legasthenikerin“ berichtet eine betroffene junge Frau gemeinsam mit ihrer Mutter über Schwierigkeiten und Lösungswege, während Kinder ab 10 Jahren bei „Selbstbewusst durch den Schulalltag“ Tipps und Tricks für ein selbstbewusstes und sicheres Auftreten bekommen.

Die steigende Anzahl älterer Menschen schlägt sich auch im Programm nieder. Die Angebote für Ältere sind zahlreicher und bunter geworden. Neu für Ältere ist zum Beispiel ein Gesprächskreis über Themen und Fragen des Alltags, der Kurs „Akkordeon für Ältere“ und ein Seminar, in dem sie Podcasts selbst erstellen können.

Für die Gesundheitsbewussten ist neu im Programm die „kleine Ernährungslehre für Sportler“, „Tipps zur Ernährung für gesunde Gelenke“ und „alkoholfreie Cocktails und Shakes für heiße Tage“, um nur einiges zu nennen. Außerdem können sie mit Lachyoga und einem intensiven Heiterkeitstraining ihre Gesundheit stärken.

Bei drei thematischen Foto-Exkursionen geht es um Winterzeit, Leben und Arbeiten und neue Blicke auf die Stadt Wilhelmshaven. In der Reihe „Akademie am Vormittag“ stehen Familiengeschichten in der Bibel im Mittelpunkt, von Josef und seine Brüdern sowie Schwiegermüttern und Schwiegertöchtern im Alten Testament bis zu Simeon und Hannah sowie Maria und Jesus im Neuen Testament.

Fortbildungsangebote für Eltern und Pädagoginnen in Kindertagesstätten und Grundschulen wie das Trainingsseminar „Sicher auftreten und überzeugend präsentieren“, „Wie kleine Kinder Mathematik lernen“ oder „Inklusion: Chancen und Herausforderungen“ runden das Angebot ab und sorgen für ein pädagogisches Profil der Familien-Bildungsstätte als kirchlichem Bildungsträger für Friesland und Wilhelmshaven.

Mit Veranstaltungen von der Geburtsvorbereitung bis zur Seniorengymnastik sind weitere Kurse für Menschen aller Altersgruppen im Programm. Neben der Stadt Wilhelmshaven gibt es im Landkreis Friesland inzwischen dezentrale Angebote in Bockhorn, Jever, Sande,

Schortens, Varel, Wangerland Wangerooge und Zetel. Die Bildungseinrichtung der Evangelischen Kirche im Kirchenkreis hat im letzten Jahr mehr als 21.000 Unterrichtstunden erteilt und damit mehr als jemals zuvor.

Die rund 1.000 Angebote der Ev. Familien-Bildungsstätte richten sich an alle Menschen, unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit. Zur besseren Planung erscheint das Programmheft wieder vor den Sommerferien. Information und Anmeldung ist vormittags während der gesamten Sommerferien möglich. Das Heft liegt in den Gemeindehäusern in Friesland und Wilhelmshaven ebenso aus wie in Arztpraxen, Apotheken sowie öffentlichen Einrichtungen. Das Programm und weitere Informationen sind außerdem erhältlich direkt in der Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, Telefon (04421) 32016. Dort kann man sich schriftlich, telefonisch oder persönlich anmelden. Im Internet geht dies jederzeit online unter www.efb-friwhv.de.

  

Kinderschutz: Hotline und Fachberatung für die Stadt Wilhelmshaven in der Ev. Familien-Bildungsstätte eröffnet

Die Fachberaterinnen Gudrun Oeltjen-Hinrichs, Monika Kerntke und Elke Stößer (von links) haben sich ein Jahr lang auf ihre neue Tätigkeit vorbereitet. In Wilhelmshaven gibt es ein neues Hilfsangebot für den Kinderschutz: Ab sofort ist in der Ev. Familien-Bildungsstätte ein neues Beratungstelefon geschaltet, über das Rat und Hilfe bei Fragen zum Kinderschutz angeboten wird. Die Beratung richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Ziel ist, in Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten im Rahmen der frühen Hilfen eine kompetente und niedrigschwellige Beratung anzubieten.

Den Startschuss dazu gaben am Dienstag gemeinsam der Leiter des Jugendamtes der Stadt Wilhelmshaven, Carsten Feist und Rüdiger Schaarschmidt, Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven. Das Angebot richtet sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche ebenso wie an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Kirchengemeinden, bei Sportvereinen und sonstigen Organisationen und Gruppen.

In Kooperation mit der Ev. Familien-Bildungsstätte wurden drei Fachkräfte ausgebildet, die gemeinsam mit den Ratsuchenden die Situation erörtern und beraten, was zu tun ist. „Kinderschutz geht uns alle an, daher möchten wir Mut machen, dieses Angebot zu nutzen. Wer Fragen hat, kann jederzeit anrufen. Die Beratung ist kostenlos“, betonte die in der Familien-Bildungsstätte zuständige Projektleiterin Carola Wedel. Die Beratung kann telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch erfolgen, auf Wunsch auch anonym.

Wer beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kennt das: Bei einem Kind oder Jugendlichen hat man ein ungutes Gefühl. Möglicherweise hat sich sein Verhalten auffällig verändert. Manchmal häufen sich die Fehlzeiten, es gibt einen plötzlichen Leistungsabfall, Sprachstörungen, auffallende Aggressivität gegenüber sich selbst oder anderen oder andere, beunruhigende Dinge. Eine Beratung bei einer der Fachkräfte kann helfen, Unsicherheiten zu beseitigen und zu einer besseren Einschätzung der Situation zu kommen.

Das neue Angebot wurde durch das neue Bundeskinderschutzgesetz angeregt, dass in jeder Kommune  sogenannte „insofern erfahrene Fachkräfte“ für den Kinderschutz vorsieht. Alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben demnach einen Anspruch auf fachliche Begleitung in Kinderschutzfragen. Dabei geht es vor allem um Beratung zur Prävention und zu Schutzkonzepten. Aber auch bei konkreten Verdachtsfällen kann das Personal wie alle Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen die fachliche Expertise einer im Kinderschutz erfahrenen Fachkraft abrufen. Die in Wilhelmshaven eingesetzten Fachkräfte haben eine einjährige Zusatzausbildung zur Kinderschutzfachkraft beim Kinderschutz-Zentrum Köln sowie eine Fortbildung zur Risikoeinschätzung absolviert.

Die Ev. Familien-Bildungsstätte als Kooperationspartner stellt stellt dazu eine Hotline bereit, die täglich erreichbar ist. Innerhalb von maximal 48 Stunden erfolgt ein Rückruf sowie die Weitergabe an eine der ausgebildeten Fachkräfte. Damit sind kurze Wege und eine schnelle, unbürokratische Hilfe gewährleistet.

Die Kinderschutz-Hotline ist erreichbar unter (04421) 747 90 40.

Den Informationsflyer "Kinderschutz-Hotline und Fachberatung" gibt es hier 

„Psalmen“ in Jever: Start der „Akademie am Vormittag“ am 18. Februar

Mit einer neuen Reihe der „Akademie am Vormittag“ startet die Ev. Kirchengemeinde Jever zusammen mit der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven in die Fastenzeit. Unter dem Titel „Psalmen: Das Leben ins Gebet nehmen“ nehmen die Referentin und die Referenten immer montags von 9.30 – 11.30 Uhr verschiedene alttestamentliche Psalmen in den Blick und laden so zu einer Reise ein durch das Leben des Menschen.

Das Buch der Psalmen verbindet bis heute als gemeinsames Gebetsbuch Juden und Christen. Der Mensch wird hier in allen seinen Höhen und Tiefen geschildert. Er findet sich dort in den unterschiedlichsten Situationen und Phasen seines Lebens wieder, auch heute noch. In den Psalmen sind Lobpreis und Klage vereint. Vertrauensvolles Bekenntnis und Flehen aus tiefster Not, zorniger Aufschrei vor Gott und hoffendes Bitten folgen unvermittelt aufeinander. Worte ergreifender Zuversicht finden sich neben dem Schrei der Gottverlassenheit. In jedem Gottesdienst bringen evangelische Christen mit Psalmworten ihr Leben vor Gott. Wer einen Psalm betet, hört ihn nicht nur, sondern nimmt ihn in sein Leben mit hinein. Die Worte des Psalmisten werden so zu den eigenen Worten.

Zum Auftakt am 18. Februar gibt der Wilhelmshavener Klinikpastor Bernd Mehler eine Einführung in die Theologie der Psalmen und nimmt sich anschließend den Psalm 71 unter dem Stichwort „Lebensbilanz“ vor. Dabei geht es um die Bitte um Gottes Hilfe im Alter. Eine Woche später am 25. Februar stehen Lebensangst und Verlassenheit im Mittelpunkt, mit den Psalmen 13 und 88. Beide sind Hilferufe in großer Verlassenheit und Todesnähe. Referent ist dann der Wiefelsteder Pastor Dr. Tim Unger. Am 4. März ist Pastor Holger Harrack aus Jever Gastgeber bei der Akademie am Vormittag. Bei ihm geht es um das „Lebensziel“ mit dem Psalm 127, unter dem Motto „an Gottes Segen ist alles gelegen“.

Der „Lebensdurst“ und seine Interpretation durch den Psalm 42 mit dem „Verlangen nach Gott aus fremdem Land“ stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung am 11. März mit Thorsten Harland, Pastor in Jever. Fortgesetzt wird die Reihe am Montag, 18. März mit einem Vortrag der ehemaligen Banter Pastorin Ursula Plote. Ihr Thema ist die „Lebenskraft“ mit dem Psalm 27 unter der Überschrift „Gemeinschaft mit Gott“. Den Abschluss der Reihe bildet ein Vormittag zum Thema „Lebensmittel“ mit Hartmut Schwarz, Pastor in Sengwarden am 25. März. Er wird sich mit Psalm 145 und „Gottes ewiger Güte“ befassen.

Die Veranstaltungen der „Akademie am Vormittag“ beginnen jeweils montags um 9.30 Uhr und finden im Evangelischen Gemeindehaus Am Kirchplatz in Jever statt. Information und Anmeldung bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 32016. 

Ehrenamtliche Wellcome-Mitarbeiterin wird zur Taufpatin: Rita Tank ist landesweit die erste Wellcome-Taufpatin

Seit Mai 2012 geht Rita Tank, ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Wellcome, regelmäßig zur Familie Pietschmann und kümmert sich um die jetzt 9 Monate alte Victoria-Sophie. In den letzten Monaten hat sich dabei eine so innige Beziehung entwickelt, dass die Mutter Susanne Pietschmann bei Rita Tank anfragte, ob sie Taufpatin von Victoria-Sophie werden wolle. Rita Tank sagte Ja und so stand am letzten Sonntag in der Heppenser Kirche die Wellcome-Mitarbeiterin neben Mutter und den drei älteren Geschwistern neben den Taufbecken und gab dem Kind ihren Segen mit auf den Lebensweg. Sie ist damit niedersachsenweit die erste Wellcome-Mitarbeiterin, die Taufpatin eines Kindes aus einer Wellcome-Familie wird. Täufling und Taufpatin können sicher auch in Zukunft zusammen feiern: Die kleine Victoria-Sophie und Rita Tank haben am selben Tag Geburtstag.

Wellcome wurde 2002 in Hamburg als soziale Initiative gegründet und bietet praktische Hilfe für Familien nach der Geburt. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin kommt zwei bis drei Mal pro Woche für einige Stunden ins Haus und entlastet die junge Mutter in den ersten Monaten. Mittlerweile arbeiten in Niedersachsen und den anderen Bundesländern mehr als 200 wellcome-Teams mit über 2.500 Ehrenamtlichen. In Wilhelmshaven und Friesland wurden bislang mehr als 100 Familien auf diese Weise unterstützt.

Familien, die sich Unterstützung von „wellcome“ wünschen ebenso wie Menschen, die „wellcome“ ehrenamtlich oder auf andere Weise unterstützen wollen, können sich direkt bei der wellcome-Teamleiterin  Elke Stalze-Straus unter (04421) 758 680 melden. Wer möchte, kann dies auch schriftlich tun: „wellcome“, Ev. Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, friesland-wilhelmshaven@No~Spamwellcome-online.de.

Zauberei in der Ev. Familien-Bildungsstätte: Jüngste Zauberin der Welt begeistert Kinder und Erwachsene

Die Zuschauer und Gäste beim Tag der offenen Tür in der Ev. Familien-Bildungsstätte staunten nicht schlecht: „Vanessa Wau Wau“, die vermutlich jüngste Zauberin der Welt eroberte die Herzen der Kinder und Erwachsenen im Flug.
Die 2-jährige begrüßte selbstsicher die Zuschauer, sagte einen Zauberspruch ins Mikrofon und zauberte im Handumdrehen aus einem Plüschhasen ein lebendiges Kaninchen. Nicht nur ihr Assistent und Vater, der überregional bekannte Zauberkünstler Mr. Pat-Trick, war begeistert. Kennen gelernt haben die beiden zusammen mit Vanessa‘s Mutter die Familien-Bildungsstätte durch eine Eltern-Kind-Gruppe mit der Pädagogin Tori Krause. Mehr zum Programm unter www.efb-friwhv.de oder unter Telefon 32016. Hier gibt es jetzt noch einen kleinen Film mit „Vanessa Wau Wau“:

http://youtu.be/akLhsiaJy5k

Sommerwetter sorgte für heitere Stimmung: Rund 3.000 große und kleine Besucher feierten in der Familien-Bildungsstätte

Wilhelmshaven-Friesland. Der Sommer war zu einem kurzen Gastspiel zurückgekehrt und so trug ein strahlend blauer Himmel mit dazu bei, dass der „Tag der Offenen Tür“ der Ev. Familien-Bildungsstätte zu einem ungetrübten, bunten Spektakel wurde. Rund 3.000 Besucher aus Wilhelmshaven und Friesland feierten am Sonntag im Bildungszentrum  im Wiesenhof ein fröhliches Fest der Generationen. „Sie müssen ja einen besonders guten Draht nach oben haben“, meinte Bürgermeister Holger Barkowsky angesichts des Wetters und staunte: „Sind hier immer so viele Leute?“. „Wenn Engel feiern, dann feiert der Himmel mit“, meinte Familien-Bildungsstätten-Leiter Rüdiger Schaarschmidt mit Blick auf die Stimmung und das Festtagswetter.

Bei einer Vielzahl von Kreativ- und Spielangeboten für Kinder und Erwachsene konnten Jung und Alt erleben, wie bunt das Spektrum der Angebote und Möglichkeiten in der Bildungsstätte ist. Dazu gehörten Papier schöpfen und andere Kreativ- und Bastelangebote ebenso wie Mah-Jongg zum Kennenlernen und Mitspielen, die Vorführung einer Flamencogruppe sowie die Auftritte der der Kinderakrobatikgruppe des TSR und der Bauchtanzgruppe der Familien-Bildungsstätte .

Zahlreiche Informationsstände der Hebammen und dem Adoptions-und Pflegekinderdienstes der Stadt Wilhelmshaven über das Familienzentrum Ost und das Familien- und Kinderservicebüro bis zum Projekt „Wellcome“ klärten über die verschiedenen Bereiche des Zusammenlebens mit Kindern auf. Die Jugendfeuerwehr Rüstringen war mit Wasserspielen und dem „Feuerwehrmann zum Anfassen“ ebenso dabei wie die Polizei mit ihrem Motorrad und einem Einsatzbus. Daneben gab es Informationen zu Seminaren und Programmbereichen, wie zum Beispiel zu Ernährungs- und Gesundheitsthemen oder alten Handwerkstechniken. Lifemusik mit Karsten Hoeft (Gitarre), Benny Meier (Cajon) und Anna-Rabea Schulz (Gesang) sowie ein Konzert der Keyboardgruppe unter Leitung von Barbara Kallee sorgten für heitere Stimmung. Eine besondere Überraschung war der Auftritt der knapp dreijährigen Vanessa mit ihrem Auftritt als Zauberin, assistiert von ihrem Vater, dem überregional bekannten Zauberer „Mr. Pat-Trick“.

Der Straßenflohmarkt für Kinder und Erwachsene war wieder einmal restlos ausgebucht und Kreispfarrer Christian Scheuer war begeistert über den großen Zuspruch: In diesem Jahr war das Interesse der Besucher aus dem Landkreis Friesland besonders groß, vermutlich eine Folge der Ausweitung der Aktivitäten der Bildungsstätte auf den Landkreis Friesland vor einigen Jahren. Zum Gelingen bei trug ganz wesentlich das ehrenamtliche Engagement vieler Mitarbeiterinnen und Freunde der Familien-Bildungsstätte sowie des Fördervereins: „Mehr als 70 große und kleine Menschen haben uns diesmal geholfen. Ohne diese helfenden Hände könnten wir einpacken. Das ist ein ganz großer Schatz für unsere Arbeit, der uns Mut macht“, zog Rüdiger Schaarschmidt ein positives Resümee. 

Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven jetzt im Dauerbetrieb Stadt Wilhelmshaven schließt Betreibervertrag mit der Ev. Familien-Bildungsstätte: Ziel sind 200 Plätze bis Ende 2013

Seit knapp fünf Jahren gibt es jetzt In Wilhelmshaven gibt es das Familien- und Kinderservicebüro (FAKIS), die Servicestelle für Qualifizierung in der Tagespflege, Vermittlung und Betreuung für unter Dreijährige. Nach dem Auslaufen des Landesprogramms „Familien mit Zukunft“ und der entsprechenden Teilfinanzierung hat die Stadt Wilhelmshaven seit Ende letzten Jahres zunächst befristet die Hauptlast der finanziellen Ausstattung getragen. Nun gab es grünes Licht für einen unbefristeten Betreibervertrag für das FAKIS. Träger bleibt die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven im Auftrag des Jugendamtes. Nach dem Jugendhilfeausschuss hat jetzt auch der Verwaltungsausschuss der Stadt Wilhelmshaven dem Vertragsabschluss zugestimmt.

Das FAKIS leistet damit auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab 2013. Nach Schätzungen der Bundesregierung muss dann für etwa 35 Prozent der unter Dreijährigen ein Betreuungsplatz vorhanden sein. Dieser kann entweder in einer Krippe oder in der Tagespflege angeboten werden. Etwa ein Drittel der Plätze soll in der Tagespflege entstehen. Dessen Vorteil liegt unter anderem in den flexiblen Betreuungszeiten. Stadt und FAKIS haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende 2013 soll es in Wilhelmshaven 200 Plätze in der Tagespflege geben. Vor knapp fünf Jahren waren es erst rund 30 Plätze, aktuell sind es bereits rund 140. Eine zunehmende Nachfrage sehen Jugendamt und Familien-Bildungsstätte durch die Eröffnung des JadeWeserPorts und andere Großprojekte und die dort üblichen flexiblen Arbeitszeiten.

Für junge Familien ist das FAKIS die Anlaufstelle in der Stadt für alle Fragen rund um die Kinderbetreuung, schwerpunktmäßig für 0-3jährige. Die Eltern finden hier Hilfe und Beratung für ein passgenaues Betreuungsmodell für ihr Kind. Dabei arbeitet das FAKIS mit allen Krippen und Kindertagesstätten ebenso eng zusammen wie mit den Tagespflegepersonen. Darüber hinaus kümmert sich das Servicebüro um die Anwerbung, Vermittlung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen in der Tagespflege sowie Beratung, Hilfestellung und Informationen rund um die Tagespflege. Dazu gehört die fachliche Begleitung der aktiven Tagespflegepersonen ebenso wie Schulung und Weiterbildung. Auch die Qualität der Tagespflege hat sich in den letzten Jahren entscheidend verbessert. Gab es vor 2005 keine Standards für die Ausbildung, gilt seitdem bundesweit ein Unterrichtsplan für Tagespflegepersonen von 160 Unterrichtstunden. In Wilhelmshaven wurde dieser Standard für alle verpflichtend auf 200 Stunden erweitert.

Um das Angebot an qualifizierten Tagesmüttern und –vätern weiter auszubauen, startet das Familien- und Kinderservicebüro nach den Sommerferien mit einer neuen Weiterbildung. Kontakt und Information beim Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven, Heppenser Straße 29, Telefon (04421) 754 34 22, fakis@efb-friwhv.de

Bildungsgutschein zur Taufe: Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven startet besondere Aktion

Die Taufe ist ein wichtiger Schritt im Leben. Um diesen zu würdigen, beginnt die Ev. Familien-Bildungsstätte zusammen mit allen evangelischen Kirchengemeinden in Friesland und Wilhelmshaven eine besondere Aktion. Alle, die sich in den Jahren 2012 und 2013 im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven evangelisch taufen lassen, erhalten von der Ev. Familien-Bildungsstätte einen Gutschein im Wert von 10 €. Egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, sie alle bekommen zur Taufe durch ihre Pastorin oder ihren Pastor dieses Geschenk überreicht, mit dem sie für eine Gruppe oder einen Kurs ihrer Wahl aus dem Programm der Familienbildung eine entsprechende Ermäßigung erhalten. In Kürze steht dafür das neue Programm der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven im Internet, als Heft wird es noch vor den Sommerferien verteilt. Darin finden Eltern, Paten und Täuflinge rund 900 Angebote der Ev. Familienbildung in Friesland und Wilhelmshaven.

Kreispfarrer Christian Scheuer und der Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven, Rüdiger Schaarschmidt haben die Aktion jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt und die ersten Gutscheine an die Kirchengemeinde Varel und die Christus- und Garnisonkirche Wilhelmshaven übergeben.

„Die Ev. Familien-Bildungsstätte möchte mit dieser Geste die Taufe als einen wichtigen Schritt im Leben von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen würdigen“, sagte Rüdiger Schaarschmidt. Nicht zuletzt verspricht sich die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven von der Aktion eine noch engere Vernetzung zwischen Gemeindearbeit und Evangelischer Familienbildung.

Die ersten Gutscheine haben Kreispfarrer Christian Scheuer und der Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven, Rüdiger Schaarschmidt im Rahmen des Pfarrkonvents an den Vareler Pastor Tom Brok (rechts) und Pastor Bernhard Busemann (links) von der Christus- und Garnisonkirche übergeben.

Die Gutscheine gibt es ab sofort direkt bei dem jeweiligen Taufpastor oder der Taufpastorin. Weitere Informationen bei der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven unter (04421) 320 16 oder unter www.efb-friwhv.de.

Bei "wellcome" sind Kinder willkommen

5 Jahre Hilfe für junge Familien nach der Geburt in Wilhelmshaven und Friesland - Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gesucht

Die Initiative „wellcome“ hilft jungen Familien mit Kindern. Geschulte Ehrenamtliche unterstützen die Familien gleich nach der Geburt im Alltag. Sie kümmern sich etwa um das Neugeborene, damit die Mutter mehr Schlaf bekommt und der ganz normale Wahnsinn einer Wochenbett-Familie etwas erträglicher wird. "Wellcome" vermittelt Ehrenamtliche unbürokratisch in junge Familien. Ziel ist es, die Familien und vor allem Mütter vor Überforderung zu schützen und Krisen vorzubeugen.

Seit knapp fünf Jahren wird „wellcome“ jetzt in Wilhelmshaven angeboten, seit mehr als zwei Jahren auch in Friesland. „wellcome“ setzt sich aus den englischen Wörtern „Wellness“ für Wohlfühlen und „Welcome“ für Willkommen zusammen. Familien, die sich für die erste Zeit nach der Geburt Unterstützung wünschen oder die besondere Belastungen haben, wie beispielsweise alleinerziehende Mütter oder Mütter mit Mehrlingsgeburten, erhalten diese Hilfe durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin. Diese besucht die jungen Familien etwa zwei bis dreimal in der Woche während der ersten Monate nach der Geburt. Wie ein guter Engel packt sie praktisch mit an: Sie wacht über den Schlaf des Babys, während die Mutter ausgiebig duscht, sie betreut das Geschwisterkind oder begleitet die Zwillingsmutter zum Kinderarzt. Darüber hinaus unterstützt sie die Mutter etwa bei der Betreuung des Neugeborenen, bei der Geschwisterbetreuung oder der Erledigung kleiner Einkäufe und Arbeiten im Haushalt

Der erste „wellcome“-Standort wurde vor 10 Jahren in Schleswig-Holstein gegründet. Inzwischen gibt es „wellcome“bereits über 100 Mal in Deutschland. Die Schirmherrschaft in Niedersachsen hat die Sozialministerin Aygül Özkan übernommen, auf Bundesebene ist dies Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Träger von „wellcome“ im Nordwesten ist die Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland- Wilhelmshaven. Hier ist das Hilfsangebot für junge Familien eine Erfolgsgeschichte: 11 Familien in Friesland und Wilhelmshaven werden aktuell durch „wellcome“ unterstützt, im letzten Jahr waren es insgesamt 30, seit dem Start bereits rund 100 Familien.  „Was Akzeptanz und Nachfrage angeht, gehören wir zu den Spitzenreitern in Niedersachsen“, sagte der Leiter der Ev. Familien-Bildungsstätte, Rüdiger Schaarschmidt. „Schon jetzt gibt es zahlreiche Nachfragen nach Unterstützung, sogar für Kinder, die erst im Sommer 2012 geboren werden.“ Der Grund für die gute Akzeptanz im Nordwesten liegt nach Auffassung von Schaarschmidt auch daran, dass „wellcome“ hier mit nur geringer Kostenbeteiligung der Familien angeboten wird: „Wir haben die Gebühren bei uns bewusst niedrig angesetzt, und wer kein Geld hat, dem hilft „wellcome“ trotzdem.“ Jede fünfte Familie, die wellcome unterstützt, bezieht staatliche Transferleistungen, außerdem ist rund ein Viertel Alleinerziehend. Im Durchschnitt bleiben die Ehrenamtlichen sechs Monate in den Familien. Besonders wichtig ist der präventive Charakter des Projekts: „wellcome kann mithelfen, dass es Schreckensmeldungen von Kindesvernachlässigung und noch schlimmer bei uns nicht gibt!“ Finanziert wird das Projekt vor allem durch zahlreiche öffentliche und private Sponsoren. Derzeit steht ein Stab von 15 Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Um „wellcome“ noch mehr Familien anbieten zu können, werden weitere Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen benötigt. Familien, die sich Unterstützung von „wellcome“ wünschen ebenso wie Menschen, die „wellcome“ ehrenamtlich oder auf andere Weise unterstützen wollen, können sich direkt bei der Wellcome-Teamleiterin  Elke Stalze-Straus unter (04421) 758 680 melden. Wer möchte, kann dies auch schriftlich tun: „wellcome“, Ev. Familien-Bildungsstätte, Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven, friesland-wilhelmshaven@No~Spamwellcome-online.de.

„Schüler helfen Schülern“ kassierte mit: Förderwettbewerb der Drogeriemarktkette dm brachte dem Projekt 700 Euro

Anfang März lohnte sich das Einkaufen doppelt – zumindest für das Wilhelmshavener Hausaufgabenhilfeprojekt „Schüler helfen Schülern“. Eine halbe Stunde lang durfte Inga Schuback, FSJlerin in der Ev. Familien-Bildungsstätte Friesland-Wilhelmshaven, bei dm an der Kasse sitzen. Die Abmachung: Den Betrag, der in dieser Zeit eingenommen wird, spendet dm anschließend an das Projekt. So freute sich auch die Projektkoordinatorin Kirsten Witte, die die Einkäufe als besonderen Service gleich in Tüten verpackte, über jeden Kunden und seinen Einkauf. Als anschließend das Geld gezählt wurde, war die Freude groß: 619,- Euro hatten die beiden für „Schüler helfen Schülern“ eingenommen - und dm rundete den Betrag anschließend auf 700 Euro auf. Die Spende wird für die Weiterqualifizierung der Jugendlichen und besondere Aktivitäten genutzt. „Damit können wir den Jugendlichen noch einmal besonders für ihr Engagement danken“, so Kirsten Witte von der Familien-Bildungsstätte. Auch bei den Kunden von dm stieß die Idee vom „Einkaufen für einen guten Zweck“ auf viel Zustimmung: „Eine tolle Sache“, fanden alle.

„Schüler helfen Schülern“ ist ein Projekt, in dem Jugendliche jeden Tag Grundschulkindern bei den Hausaufgaben helfen. Die Kinder lernen, wie Hausaufgaben regelmäßig und strukturiert erledigt werden. Bei Schwierigkeiten helfen die Jugendlichen weiter – für die Kinder geht das meist besser als mit Erwachsenen. Die Jugendlichen lernen auch – dass sie gebraucht werden und dass Engagement sich lohnt. Weitere Informationen über den Förderwettbewerb unter www.ideen-initiative-zukunft.dehttp://www.ideen-initiative-zukunft.de

Neue Schulung für Erziehungslotsen

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen gesucht
Vermittlung über das Familien- und Kinderservicebüro

Mit offenen Ohren und etwa drei Stunden Zeit in der Woche in eine Familie gehen, hören, wo Unterstützung gebraucht wird und dann tatkräftig zupacken: Das ist das Aufgabenfeld der ehrenamtlichen Erziehungslotsen, für die wieder Interessierte gesucht werden.

Die Erziehungslotsen gehen zu Familien, in denen es zur Zeit nicht glatt läuft. Wo die Familien genau Unterstützung brauchen, das kann sehr unterschiedlich sein: die Betreuung des älteren Geschwisterkindes, während die Mutter mit dem jüngeren Termine wahrnimmt, Ansprechpartner sein für alle Kinder oder mit den kleineren Geschwistern spielen, während die Mutter mit dem älteren die Hausaufgaben macht. Manchmal geht es auch darum, Ordnung ins Behördenchaos zu bringen - oder gemeinsam mit der Familie den Haushalt neu zu organisieren. Die Einsätze sind immer zeitlich begrenzt, und die Familien sollen in dieser Zeit lernen, wie es anschließend auch ohne Erziehungslotsen weitergeht.

Um auf diese Aufgaben gut vorbereitet zu sein, nehmen die Ehrenamtlichen an einer kostenfreien Schulung der Ev. Familien-Bildungsstätte im Umfang von etwa 40 Unterrichtsstunden teil, die vom Land Niedersachsen gefördert wird. Dabei geht es um Fragen zur Erziehung, um Konflikte, Kommunikation und interkulturelle Kompetenz. Außerdem gibt es praktische Anregungen in den Bereichen Lernen, Spielen oder Alltagsorganisation.

Während der Tätigkeit werden die Ehrenamtlichen durch das Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven (Fakis) unterstützt. „Auch die Ehrenamtlichen brauchen in schwierigen Situationen Beratung, wie sie handeln können und welche Möglichkeiten es für die Familie gibt“, so Waltraud Sprauer, die das Projekt im Familien- und Kinderservicebüro begleitet. „Daneben schaffen wir den Erziehungslotsen durch regelmäßige Treffen ein Forum, um sich über die Tätigkeit auszutauschen.“ Der Zuspruch der Familien ist es, was die Ehrenamtlichen antreibt. Sie wollen den Menschen etwas zurückgeben, weil sie selbst „Glück im Leben“ gehabt haben, so eine Ehrenamtliche. „Gerade wenn die eigenen Kinder groß sind, haben viele Menschen einen reichen Erfahrungsschatz - von dem in diesem Projekt andere Familien profitieren können“, sagt Waltraud Sprauer. Wer sich für die Tätigkeit als Erziehungslotse interessiert, kann sich Familien- und Kinderservicebüro Wilhelmshaven in der Heppenser Str. 29 melden. Dort gibt es weitere Informationen unter (04421) 7543422 oder sprauer@efb-friwhv.de. Die neue Schulung beginnt im voraussichtlich im Frühjahr 2012, die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. Familien, die Unterstützung durch einen Erziehungslotsen wünschen, können sich ebenfalls im Fakis melden.

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